aonthearoad

Work & Travel in New Zealand

 
29März
2014

Neuer Blog

Hey :-)

Da unser Speicherplatz für Fotos in diesem Blog voll ist, haben wir einen neuen erstellt.

Weiter geht es hier !

27Februar
2014

Otago, Alps and Apricots

Yeah Bro!

Wow, die Zeit rennt! Kaum zu glauben, dass wir nur noch 3 Monate vor uns haben... Wir haben mal wieder 'ne ganze Menge erlebt, los geht’s:

Bis Mitte Februar haben wir also auf dem Waitaki Orchard in Kurow gearbeitet. Die Arbeit war zum Teil echt anstrengend, vor allem wenn es um die 30 Grad sind und du den ganzen Tag in der Sonne bist. Und mit der Zeit wurde es auch irgendwann etwas eintönig den ganzen Tag Früchte zu pflücken... da war es schon richtig aufregend statt Aprikosen endlich mal Pfirsiche, Nektarinen oder Pflaumen zu pflücken oder einfach mal den Block zu wechseln! Aber an unsere Hydraladder haben wir uns mit der Zeit gewöhnt und wir sind nicht mehr so oft in Bäume gefahren und haben Äste abgebrochen. Doch unsere Reisekasse hat sich gefreut und vor allem haben wir so viele nette Leute kennengelernt und neue Freunde getroffen. Unser Chef war auch super nett, auch wenn wir seine Witze irgendwann mitsprechen konnten, „Same same but different“ eben... ;) Wir haben außerdem bestimmt 10 Gläser verschiedene Marmelade gekocht, yuuuuuum!

                                      Hydraleddar :) Geraldine's Birthday! geheime Botschaften auf den Aprikosen?

                           Katie und Justine im Packhouse Packhouse :D tolles Gefährt! Angry Peaches!

Nach der Arbeit war es immer schön zurück zu Glenmac, unserer Bleibe, zu kommen und mit „der Crew“ gemütlich zusammen zu sitzen, zu quatschen, zu kochen und lustig zu sein! Wir haben uns alle so gut verstanden und vermissen die Zeit zusammen jetzt schon. Luk und ich sind dann mittlerweile in ein anderes schöneres Zimmer umgezogen, haben die Betten zusammengeschoben und es uns dort gemütlicher gemacht. Robert, der bei einer Imkerei arbeitet und die beiden Malaysianer Fiona und Lee bleiben noch etwas länger dort. Kathi und Lukas aus Bielefeld sind ein paar Tage vor uns abgehauen, genau wie Franzi und Rike aus Berlin und Noury aus Belgien. Die Zwillinge Ellie und Caitie aus Brisbane sind auch schon früher weitergefahren und an deren letzten Abend haben wir ein „Multi-Kulti-Abend“ gemacht, wo jeder was typisches aus seinem Land gekocht oder gebacken hat :) .

                v.l.: Laurell, Robert, Jonasch, Lukas, Katie, Noury :)  Ellie and Caitie, the Australian twins :)  Multi-Kulti-Abendessen :) Party im Haus von den anderen vom Orchard :)

              komisches kleines Ei :D  Roooooobert :) comfortable Glenmac Baby Cow Fondue mjam mjam :P

Wenn wir mal einen Tag frei hatten, haben wir oft Ausflüge gemacht. Den einen Tag sind Robert, Kathie, Lukas, Noury, Rike und wir zum Lake Tekapo und Lake Pukaki gefahren. Hin führte uns eine Gravelroad durch das Hakataramea Valley. Ringsherum nichts außer Hügel, Schafe und Flüsse durch die wir das ein oder andere mal auch durch fahren mussten. Zack um eine Kurve gefahren ergab sich ein wunderschöner Blick auf die Southern Alps.

               Foto-Stop Southern Alps   Armer Caldi :(alles noch heile?

Und ein Stückchen weiter sind wir dann am Lake Tekapo angekommen. Ein wunderschöner türkisblauer See. Nachdem wir uns die „Church Of The Good Shepherd“ angeschaut haben, sind wir auf den Mt. John gelaufen und hatten eine Wahnsinns Aussicht auf den See und die noch mit Schnee bedeckten Berge. Oben auf dem kleinen Hügel ist eine Sternwarte, denn über Tekapo sieht man den schönsten Sternenhimmel Neuseelands! Das Wetter war top, bis es sich Nachmittags etwas zugezogen hat. Weiter ging es dann zum Lake Pukaki, der neben Tekapo liegt. Und der war noch türkiser und wir hatten einen perfekten Blick auf den Mt. Cook, den höchsten Berg Neuseelands. Auf dem Rückweg haben wir noch bei einer Salmon Farm angehalten, sind in Twizel kurz einkaufen gegangen und zurück ging's ins Kuhdorf.

      am Lake Tekapo Church of the Good Shepard Lake Tekapo Katie und Lukas auf dem Weg zum Mt. John  Rike und ich aus der Puste :D Pommelo-Pause :)

       oben angekommen    Tekapo Lukas,Elisabeth,Robert,Rike,Noury,Katie,Lukas! We miss you guys! Flying Fox!

An einem anderen freien Tag sind wir mit Lukas und Kathie nach Dunedin gefahren. Auf dem Weg dorthin sind wir an den Moeraki Boulders vorbeigekommen. Runde Steine am Strand die durch irgendwelche Fossilien entstanden sind. War interessant und wirklich schön anzusehen, aber leider viel zu touristisch und man hat kaum ein Bild ohne Menschen im Hintergrund machen können...

                   zerbrochener Stein    Hulk? Lukas und Lukas

               :D:DClear the Beach!!Friendship

In Dunedin sind wir dann erstmal ein bisschen durch die wunderschöne Studentenstadt gebummelt, bis es dann zur steilsten Straße der Welt, der Baldwin Street, ging! Und kaum zu glauben, unser Caldi hat es tatsächlich geschafft hochzufahren :D An der Seite geht kein normaler Bürgersteig hoch sondern Treppen und die Kamera ist beim Foto machen mit Selbstauslöser fast die Straße runtergerutscht :D – Krasse Straße!

                      Dunedin Train Station Baldwin Street, und da wollen wir hoch??

                      Jaffa Race :D alle anschnallen! oder auch einfach runterspringen... :D

Anschließend sind wir noch ein Stückchen in die Otago Peninsula gefahren, haben an der wunderschönen Sandfly Bucht angehalten (nene diesmal wirklich fliegender Sand und keine Mücken) und wollten dann zum Larnach Castle, das einzige Schloss Neuseelands. 28$ Eintritt pp war uns dann aber doch zu viel.

                                    Shag Point  Sandfly BayWillkommen in Herbert

An den anderen freien Tagen (wenn gutes Wetter war) sind wir mal nach Oamaru gefahren um einzukaufen oder einfach um was zu machen, sind spazieren gegangen oder haben einfach gefaulenzt und uns von der Arbeit ausgeruht. Ein paar Kilometer von Kurow entfernt befinden sich außerdem der Benmore Dam und der Aviemore Dam, mit dem größten von Menschenhand geschaffenen See Neuseelands. Und am nächsten freien Tag haben wir uns die Elephant Rocks angeschaut, riesige Steine, die nicht wirklich wie Elefanten aussehen, sondern wohl eher genauso schwer sind :P Am letzten Tag von Rike und Franzi haben wir alle gemeinsam Pizza gemacht, sowie am letzten Tag von Nickerpferd Kathie und Nickerrind Lukas.

                Da-fließt-das-Wasser-durch-Röhre Benmore Dam Elisabeths neue Freunde nug nug  Elephant Rocks

           Pizza Steine flitschenSpaziergang :)   Trollos!

Und unerwarteter Weise hat dann die Saison knapp 2 Wochen früher geendet als sonst und so war unser Plan dort zu arbeiten, bis wir meine Schwester am 28. Februar in Christchurch abholen ein bisschen durcheinander geworfen. James, der Chef, hat dann ungefähr die Hälfte der Arbeiter „rausgeworfen“, weil einfach nicht mehr viel zu pflücken war. Am letzten Arbeitstag von denen, gab es dann wieder ein großes Barbecue auf dem Orchard. Nachdem sich dann auch noch die letzten auf ihre Weiterreise gemacht haben, waren dann nur noch Lukas und ich übrig. Und weil wir dann auch noch warten mussten, bis die Früchte reif sind, haben wir unseren letzten Timesheet ausgefüllt und uns kurzfristig nach einer Wwoofing Möglichkeit in der Nähe umgeschaut. 2 Tage haben wir noch in Glenmac gewwooft und ein bisschen sauber gemacht, worauf uns die Besitzerin einfach die ganze Miete der letzten Woche erlassen hat. Juhu 200$ gespart :)

                          Orchard Barbecue James :) Ellen and Geraldine Rache ist süß ;D

Und schließlich haben wir auch einen Wwoofing Platz in Twizel gefunden, von wo aus ich gerade diesen Bericht schreibe. Wir arbeiten bei einer jungen Familie die außerhalb von Twizel ein wunderschönes Grundstück hat. Der Ausblick ist wunderschön und ringsherum sieht man nur vereinzelt 3 kleine andere Häuser. Dort haben sie in den letzten 2 Jahren ein kleines schniekes 50m² Haus gebaut, bis sie irgendwann ein großes Haus bauen, eine Garage, Teiche, Driveways, etc. Die Kinder Romy und Everett sind 1 und 4 Jahre alt, super süß und das 3. Kind wird in knapp 2 Wochen das Licht der Welt erblicken. Der Hund Nelson und die Katze Koey sind lustige verschmuste Wesen und wie die Neuseeländer so sind (obwohl Jason gebürtiger Ami ist), sind alle unglaublich nett zu uns. Wir helfen hier auf dem Grundstück, wo noch sehr viel gemacht werden muss und rupfen Pinien heraus, Haken Pinien Nadeln, bauen am Teich, machen Bete, usw. usw. Für 3 Stunden arbeiten am Tag kocht Amy, die Mutter, super leckeres vegetarisches Essen und wir schlafen in einem ausgebauten Container mit bestimmt 1500 Cd's, Keyboard, Mirko, Laptop und Ofen drin. Die leben hier echt den neuseeländischen Traum! Abends sitzen wir meißtens zusammen in der Garage, trinken Bier, hören Musik mit Jason's riesen Musikanlage und er macht die Diskokugel oder andere coole Lichter an und wir genießen den Ausblick auf den Sonnenuntergang aus der Garage in den gemütlichsten Sesseln der Welt!

                      Studio-Zimmer Blick aus der Küche Das kleine tolle Haus :)

                                  Nelson Frühstück in der Garage Blick aus der Garage

Vor ein paar Tagen haben Luk und ich einen Ausflug zum Mt. Cook gemacht. Wir sind morgens um halb 5 aufgestanden, haben gefrühstückt und Lunch gemacht, sind dann um 5 losgefahren und konnten auf dem Weg am Lake Pukaki den Sonnenaufgang sehen. Als wir im Mt. Cook Village, eine klitzekleine Stadt mit hauptsächlich Hotels und einem Informationcenter, angekommen sind wurde es dann gerade hell und fast alle schliefen noch. Also haben wir uns gleich auf den Weg gemacht und sind etwa eine Stunde zum Kea Point gelaufen. Von da aus hatten wir eine tolle Sicht auf den Mt. Cook und den Mt. Sefton. Man konnte die Gletscher sehen und wie das geschmolzene Wasser am Berg wie Wasserfälle hinunter in den großen Müller Lake läuft. Ab und zu hat man ein lautes Krachen gehört, wenn Eis abgebrochen ist oder plötzlich mehr Wasser den Berg heruntergelaufen ist. Es war noch ziemlich kalt und wir haben auf dem Weg nur 4 Leute getroffen.

                  Guten/r Morgen :) Mt. Sufton Mt. Cook Müller Lake & Mt. Cook

Danach sind wir den Walk durch das Hooker Valley gelaufen. Ein sehr beliebter Walk. Auf dem Weg kamen wir an einem Denkmal an die im National Park verstorbenen Menschen vorbei, der Weg führte uns über 3 Swingbridges bis wir schließlich nach 1 ½ Stunden am Hooker Lake angekommen sind, der uns einen noch fantastischeren Blick auf den höchsten Berg Neuseelands und die Southern Alps bot. Auf dem See schwommen Eisschollen und das Wasser war schweinekalt! Luk ist kurz mit den Füßen reingegangen um eine Eisplatte zu holen, Brrrrrrrrr!

                Memorial Swingbridge :o darüber...

                 Wow! Hooker Lake Eisschollen auf dem Gletschersee :)

                            kaaaaaaalt und hepp! Mt. Sefton im Hintergrund

Nach einer kleinen Rast haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht und die Sonne hat den ganzen Weg beschienen. Auf dem Hinweg war die Sonne noch hinter den Bergen versteckt und nun war es soooo warm und uns kamen etliche Menschen entgegen. Wieder am Auto angekommen sind wir in dem Village noch durch das Informationcentre gelaufen, wo es alle möglichen Informationen rund um den Mt. Cook Nationalpark und um Bergsteiger gab. Da es zu der Zeit gerade erst Mittag war, sind wir noch weiter zum Tasman Glacier gefahren. Ein kleiner Weg führte uns einen Hügel hoch von wo man die Blue Lakes (die gar nicht blau waren...) und schließlich den Gletscher See mit dem Gletscher sehen konnte. Der Gletscher ist mit Schutt zugeschüttet, damit er nicht noch weiter schmilzt. Und auch von da aus ergab sich ein traumhafter Blick auf die Berge. Ab und zu sah man mal einen Scenic Flight Helikopter über uns fliegen.

                                   Bergsteiger Luk

Anschließend sind wir zum Lake Pukaki gefahren, denn wir wollten in diesem unglaublich schönen See unbedingt schwimmen! Links ran gefahren, ein Stückchen gelaufen, immer mit Blick auf den Mt. Cook und dann sind wir reingehüpft. Es war relativ warm dafür, dass das Wasser von den Bergen und Gletschern kommt. Einfach Traumhaft! Da haben wir wieder gemerkt, wie schön dieses Land sind, wie wohl wir uns hier fühlen und wie gut es uns hier geht! Einfach das machen, worauf wir Lust haben, spontan sein, Spaß haben und dieses Wahnsinns Land erkunden :) Auf dem Rückweg sind wir noch den Menards (unserer liebsten Wwoofing Family) begegnet, die gerade auf dem Weg zum Badesee waren und wir sind ihnen gefolgt, sind noch 'ne Runde geschwommen und dann gab's lecker Essen nach dem langen Tag und wir sind echt braun geworden! T-Shirt und Shorts abdrücke kann man jetzt deutlich sehen :P

                       Lake Pukaki :)

Neulich war Lukas mit Jason bei einer Hochzeit weil Jason dort einen DJ Gig hatte. Auf dem Rückweg haben die Beiden in der Nacht einen Regenbogen gesehen, weil der Mond so hell geschienen hat. Leider konnte Jason nur einen von uns mitnehmen, aber ich hab mich umso mehr gefreut als Franzi und Rieke, die kessen Sumsen, die wir auf dem Orchard kennengelernt haben und mit denen wir uns am besten verstanden haben, in Twizel waren uns dann eine Nacht hier mit uns auf dem Grundstück geschlafen haben.

                                             DJ Gig Regenbogen in der Nacht!

Gestern haben wir eine Wanderung gemacht. Wir sind einen der Berge der Ben Ohau Range hochgeklettert, die hinter dem Haus liegen und sind dann durch das Greta Valley zum Lake Ohau gelaufen. Es war ganz schön anstrengend und schwierig den Berg hochzukrakseln, vor allem weil es keine Track gab! Am steilsten Stück mussten wir uns immer an Grasbüscheln oder Steinen hochziehen und der Blick herunter war gruselig :D und wir haben uns ständig an pieksigen Pflanzen gestochen :D Aber der Blick von dort oben war umwerfend! Bis zum Lake Pukaki konnte man sehen. Der Weg abwärts zum Lake Ohau, wo wir unser Auto geparkt haben, hat sich ziemlich gezogen, aber eine kleine Erfrischung im Fluss war super :)

                      hoch da steiler Aufstieg! Grundstück von oben

                      Lake Ohau Lake Pukaki and another Lake :D

                 endlich oben! gruselige Bäume

Morgen holen wir dann meine herzallerliebste Schwester ab, die gerade schon im Flugzeug sitzt und dann reisen wir mit ihr gemeinsam auf der Südinsel! Wir freuen uns riesig darauf! :)

Ansonsten wird jetzt das nächste Bier geöffnet und in die Sterne geschaut :*

Cheers ♥

ps.: Dropbox ist aktualisiert :)

15Januar
2014

Hello South Island

Halihalo :)

Viel ist wieder passiert seit dem letzten Blogeintrag und deshalb wird es höchste Zeit für den ersten Eintrag in 2014!

Heiligabend haben wir in kleiner 2er Runde verbracht. Nach einem leckeren Pancake-Frühstück sogar mit Nutella mussten wir zwar beide noch ein paar Sachen im Haus erledigen, aber dann konnte Weihnachten auch wirklich kommen. Und mit Weihnachten natürlich auch der Regen... Abends haben wir Zucchini-Schiffchen mit Reisfüllung und Ofenkartoffeln schnabuliert und sind danach nach New Plymouth in den Pukekura-Park gefahren und sind spazieren gegangen. Der ganze Park war, da gerade Festival of Lights war, mit bunten Strahlern, Neonröhren, Schwarzlicht, Lichterketten und Glühlampen hell erleuchtet und es sah einfach unglaublich schön aus. Achja, übrigens hat es in New Plymouth dann nichtmehr geregnet... :D 

                                 mjam mjambeleuchteter Wasserfall :) Pukekura Park Festival of Lights coole Bank :D

BUMM BUMM BUMM!! „WAKE UP, IT'S CHRISTMAS“. So wurden wir am 25ten morgens von den Kindern geweckt, die schon ganz heiß darauf waren, endlich ihre Geschenke auspacken zu können. Während wir eine Tasse Kaffee und Tee geschlürft haben, kamen sie immer wieder an, um uns ihre Geschenke zu zeigen. Wir selbst haben übrigens auch was bekommen: eine 1,5kg Packung Haferflocken (weil wir immer soviel davon essen...), Schoki hier, Schoki da, ein schönes New Zealand Geschirrtuch und ein Maori-Glassouvenir. Die Haferflocken sind natürlich schon wieder alle.. und die Schokolade auch.. Wir selbst haben Jo und Paddy eine Collage aus Bilder von der Zeit, die wir da waren geschenkt und den Kindern ein selbstgemachtes Monopoly Patterson-Edition. Über beides haben sich alle riesig gefreut! Mittags gab's dann ein leckerschmecker Weihnachtsessen mit zu vielen Leckereien, um sie alle aufzuzählen. „Pavlova“ zum Nachtisch muss allerdings erwähnt werden, denn sowas sündiges hatten wir schon lange nicht mehr gegessen.

                                                   Christmas! Geschenke-Gewusel...

Im Laufe der Tage haben wir uns aus ein paar Brettern ein Gestell zusammengezimmert, damit in unserem Auto ein bisschen mehr Platz für Essen und all den Kram ist und wir trotzdem noch drin schlafen können, auch wenn es ein bisschen eng ist... rumdrehen ist schon so eine Sache... Hunter gefällt es scheinbar auch sehr gut.

                                                  :D:D:D

Mittlerweile haben wir allerdings eine dünnere „echte“ Matratze besorgt, also haben wir ein bisschen mehr Platz und es ist gemütlicher. Außerdem wurde Caldi noch mit diversem Campingequipment ausgestattet. Topf, Pfanne, Geschirr, Stühle, Regensegel sind jetzt alle im Platzwunder-Caldi verstaut. Auch ein Zelt ist dabei, damit wir demnächst vielleicht mal einen der Great Walks machen können und wenn Elisabeths Schwester kommt, haben wir alle 3 einen Platz zum schlafen. :)

                                                               gemütlich :>

Am 27ten hieß es dann Abschied nehmen. Am späten Morgen haben wir uns nach ca. 2 ½ Monaten in der Pembroke Road 922 (endlich) wieder auf die Reise gemacht. Wir haben allen versprochen, dass wir sie irgendwann wiedersehen werden und dann ging es los Richtung Wellington. Auf dem Weg dort hin, in der Nähe von Featherston, im gießenden Regen, auf der Suche nach dem Campingplatz, der dann doch nicht existiert hat, klopften wir an eine Tür und wollten fragen, ob sie denn wüssten, wo der Platz ist. Wunderbarerweise gehörte dem alten Ehepaar ein Bed&Breakfast und schon hatten wir einen (übrigens kostenlosen) Platz zum schlafen. Im Gegenzug für ein warmes Bettchen und eine heiße Dusche mussten wir helfen, die Reste vom Weihnachtsessen aufzuessen. Quasi eine Win-Win-Situation. Am nächsten morgen stand selbstgemachtes Müsli, warmer Kakao und weiteres leckeres Frühstück für uns auf dem Tisch. Leider haben wir bei all der Freude ganz vergessen, ein Foto von all' dem zu machen...

                Kapiti Islandwe will miss you!Kaitoke Regional Park zwischen Upper Hut und Featherston  

Da es in Wellington keinen einzigen Campingplatz gibt und alle Hostels bereits ausgebucht waren, haben wir uns auf einem Campingplatz in Porirua eingenistet und sind immer mit der Bahn nach Wellington hineingefahren, um die überteuerten Parkgebühren zu sparen. Den ersten morgen ging es gleich auf den Mt. Victoria, dem so gut wie bestem Aussichtspunkt über Wellington und außerdem einem wunderschönen Park. Danach sind wir noch ein bisschen am Hafen lang und durch die Stadt geschlendert. Da es aber dann doch angefangen hat zu regnen, nahmen wir die nächste Bahn zurück. An Silvester fuhren wir morgens mit Alessandro und Giulia, unseren neuen italienischen Freunden, nach Wellington und sind mit dem Cable Car, einer Seilstraßenbahn, hoch in den botanischen Garten gefahren und sind durch diesen wieder runter in die Stadt gelaufen. Der Park hat uns richtig gut gefallen und es gab so viele verschiedene Bereiche mit Blumen, Kakteen, Bäumen und Büschen. Und wieder hatten wir eine tolle Sicht auf Wellington. Das Wetter hätte nicht besser sein können und noch hatten wir von Wellingtons Beinamen „Windy“ nichts mitbekommen. Abends haben wir uns wieder mit Alessandro und Giulia getroffen und haben eine Pizza gegessen. So begeistert schienen die beiden von der Pizza nicht gewesen zu sein, war eben nicht aus Italien.. Naja, danach haben wir bis 00:00 einige Bars und Pubs abgeklappert und das ein oder andere Bierchen, Whiskey und Sekt getrunken. Kurz vor 12 sind viele aus den Bars gekrochen, um für eine Minute zu kreischen und zu schreien, um dann wieder in diesen zu verschwinden. Kein Feuerwerk, kein Countdown, einfach nur 2014. Davon waren wir etwas enttäuscht und freuen uns deshalb um so mehr es, nächstes Jahr wieder krachen zu lassen. Nachdem wir an Neujahr um 12 aus dem Caldi gekrochen kamen, haben wir den ganzen Tag auf dem Campingplatz verbacht, denn es war kalt und nass und wir waren nicht motiviert, irgendwas zu unternehmen.

Kunst? Beehive Parliament Building in welchem Land sind wir nochmal? famous Lambton Quay auf zum Mt Victoria! erster Blick auf Wellington fast geschafft... Denkmal   Windy Welly   Wellington Cable Cars Ausblick vom botanischen Garten   Rhododendron beautiful :)   mein kleiner grüner Kaktus...    Rosengarten    ♥ am Wellington harbour   Boatsheds hihi bar crawl at new years eve with alessandro and giulia

3. Januar

Nachdem wir alles gepackt haben, ging es noch ein letztes mal nach Wellington. Te Papa war das Ziel, ein beeindruckendes 6-stöckiges Museum, was sogar umsonst ist. Von Naturwundern über Maori-Geschichte und zeitgenössischer Kunst bis zu alles rund um Tiere und Menschen. Nach einem leckerschmecker Abendessen auf dem Parkplatz vorm Te Papa haben wir noch bis um halb 1 nachts gewartet, dass wir endlich einchecken können, um auf die Fähre zu kommen. Auch wenn schon vorher alle gesagt haben, Wellington ist richtig windig, unterschätzt man es trotzdem, denn wenn es windig ist, ist es wahnsinnig windig. Auf der Fähre konnten wir, da es nicht geregnet hat nochmal einen Blick auf die Stadt bei Nacht werfen. Danach haben wir uns aber beide schlafen gelegt bis wir morgens um 5 in den Marlborough Sounds wieder aufgewacht sind und kurz danach in Picton ankamen. Leider hatte sich das Wetter ein wenig gewandelt und es hat die ganze Zeit geregnet. Perfekt für ein 2-3 stündiges Nickerchen auf irgendeinem abgelegenen Parkplatz. Die neue dünne Schaummatratze hat sich dann auch gleich bewährt, denn sie ist gemütlicher und vor allem dünner. (Jetzt kann ich mich im Auto sogar umdrehen!).

       Te Papa, Level Natur and Humans Swingbridge!! Te Papa Level 2 (outside) Te Papa Level 4, Maori House ab auf die Fähre :))  Wellington by night Marlborough Sounds. Erste Blicke auf die Südinsel :)

In Blenheim haben wir dann den Tag damit verbracht, zu schauen ob wir irgendwo Arbeit finden und eine billige Unterkunft, aber die meißten Working Hostels waren bereits Ausgebucht und in den übrigen wollten wir nicht umbeding bleiben. Als wir im Internet ein Jobangebot in Alexandra, irgendwo unten im Süden bekommen haben, machten wir uns kurzerhand auf den Weg an der Ostküste lang in den Süden. Unser erster Stop war in der Okiwi Bay, wo wir einen freien Campingplatz direkt am Meer gefunden hatten und abends einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen haben. Am nächsten Morgen, nach ein paar Minuten Fahrt sahen wir ein Schild, auf dem Stand: „Seal Colony“. Bremsen, links ran fahren und Seerobben gucken! :) In Kaikoura angekommen, machten wir einen wunderschönen Walk auf einer felsigen Halbinsel. Auf dem Meer waren überall Schiffe unterwegs, die auf Walfang (mit der Kamera) waren und an der Küste sonnten sich überall Robben.

      unsere neue Errungenschaft, Caldi kriegt Gesellschaft :) :) Okiwi Bay sunset so beautiful! :D                    Robby Faulenzer! awwwwww! Kaikoura Peninsula Walkway Kaikoura Peninsula

Weiter ging es bis nach Christchurch. Auf dem Weg ist leider irgendwie unser Schiebedach kaputt gegangen und jetzt geht’s nicht mehr auf :( Schon wenn man in die Nähe von Christchurch kommt, bemerkt man, dass die Baustellen häufiger werden. In der Stadt sieht man dann all' die zerstörten Gebäude, gestützt von Stahlträgern, die Kathedrale mit Holzplatten als Fenster und dem völlig zerstörten Turm. Nebenan ist das „New Start“, eine notdürftig eingerichtete Containerstadt mit all' den Läden, die vorher in Gebäuden waren, die es jetzt entweder nicht mehr gibt oder die gerade im Wiederaufbau sind. Die Container sind in verschiedenen Farben bunt angemalt und alles ist wahnsinnig schön eingerichtet. Man könnte denken, dass es einfach nur ein großes Kunstprojekt ist. An vielen Häusern in Christchurch sind Gedenkgraffitis gesprüht und die Bauzäue sind mit bunten Planen und Mosaiksteinen geschmückt. Es scheint, als wären die Christchurcher in Wiederaufbaustimmung und lassen sich sogar von 2 Beben nicht unterkriegen. Kaputte Hausteile, Baustellenmüll und was man sonst so findet, wurden von Schulklassen in Musikinstrumente umgebaut und in die Stadt gestellt. Da wir unbedingt mal wieder waschen mussten, sind wir mal wieder in ein Hostel. Es war wirklich eins der schönsten, saubersten und sichersten Hostels, in dem wir je waren. Es war ein altes „Country House“, mit altem Holz eingerichtet usw. usw. Wir werden uns die Stadt nochmal genauer anschauen, wenn wir Elisabeth's Schwester abholen :)

                                                   Tram :)

Am nächsten Tag, nachdem wir 3 Tage nichts mehr von unserem Job gehört hatten, riefen wir beim Waitaki Orchard in Kurow in Central-Otago an. Eine Plantage mit Aprikosen, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen und Kirschen wartet darauf, gepflückt und eingepackt zu werden. Anruf, Rückruf, Zusage und los. Wir machten uns am nächsten Morgen direkt auf nach Kurow (von uns zurecht Kuhdorf genannt). Ein Bed&Breakfast, welches auch Backpacker Unterkunft anbietet, hatte noch ein Zimmer frei. 10$ pro Nacht für ein Doppelzimmer. Allerdings ist es auch dem entsprechend schön und gemütlich.... Wir mussten erstmal den Sauger holen und ein bisschen klar Schiff machen in unserem Zimmer und wir schlafen auf unserer Matratze auf dem Boden weil die Betten so gut wie kein Lattenrost haben und man quasi darin sitzt. Aber naja, wir sparen 'ne Menge Geld. Hier leben noch Jerry, ein alter Kautz, der auf dem Vineyard arbeitet, zwei deutsche Mädels, Australier, Malaysianer und ein Belgier, die mit uns auf dem Orchard arbeiten und Robert (auch aus Deutschland), der in der Honigfarm arbeitet. Full-House! Eine kleine Küche, ein Klo, eine Dusche, ein großes Gewusel. Aber es macht Spaß, mit all' denen hier zu wohnen und zu arbeiten. Wenn abends alle in der Lounge sitzen und reden oder einen Film gucken, wird der Zustand der Unterkunft zweitrangig und wir freuen uns einfach so nette Leute um uns herum zu haben.

08.01. 07:50

Einweisung steht an. Sicherheit, Hygiene, Pflücken, Sortieren, Verkehrsregeln. Alles wurde geklärt, damit in den etlichen Reihen mit insgesamt 34000 Bäumen nichts schiefgeht. Jeder bekommt seinen Bauchkorb, der bis zu 7 Kg fasst und legt mit dem Pflücken los. Ungefähr 4 Leute Pflücken in einer Reihe. Alles was nicht mehr grün ist, wird gepflückt und geht dann entweder nach USA, Europa, Aussie (Australien) oder auf den lokalen Sonntagsmarkt. Man hat immer ein Auto (Bestenfalls den Datsun von 1960 mit Lenkradschaltung) mit Anhänger mit sich, auf dem 3 Kisten sind, die je ca. 30 Bauchkörbe fassen. Angeblich sollen wir 3-4 Kisten am Tag schaffen. Das hat aber noch keiner erreicht.. zumindest nicht von der „Ground Crew“. Die Familie, der der Orchard gehört, hat 8 Kinder, die alle dort arbeiten. Wenn irgendwer schnell im Pflücken ist, dann die. Highscore sind 8 Kisten am Tag. Allerdings mit der Hydraladder, auf der wir beide neuerdings auch arbeiten. Da die Früchte ganz oben mehr Sonne bekommen und reifer sind, kann man mehr pro Baum pflücken und ist schneller. Die Hydraladders sind fahrende Hubwägen, die man hydraulisch mit Pedalen heben und senken kann. Jeder muss aber vorher eine Fahrstunde ablegen, denn so einfach zu fahren sind sie nicht. Linkes und rechtes Rad werden mit dem jeweiligen Fuß vorwärts oder rückwärts bewegt. Das heißt, man kann sich zum Beispiel auf der Stelle drehen, was gar nicht so schwer ist. Normales geradeaus fahren oder lenken ist dagegen relativ schwer. Aber es macht Spaß, da man den schweren Bauchkorb nicht hat und nicht laufen muss :P Alles in allem ist es eine sehr anstrengende, aber schöne Arbeit. Man ist draußen an der frischen Luft, die Sonne scheint (Wenn's regnet wird nicht gearbeitet, da die nassen Früchte sonst matschig werden.) und man ist trotzdem im Schatten der Bäume und man ist immer in einem Team unterwegs.

                                        Aprikosen über Aprikosen! Eine in den Korb, eine in den Mund... :) unsere Hydraleda :)  Lunch Time! Führung durch's Packhouse :D James (Chef), Jordan, Daniel, Chris, Elisabeth

Einen Abend nach der Arbeit, sind wir mit Robert und den 2 Deutschen zu einer Signalstation auf einem hohen Berg gefahren, da es die Nacht mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für Polarlichter war. Leider haben wir keine gesehen, aber die Luft war klar und durch das wenige Streulicht konnte man gefühlt doppelt so viele Sterne sehen, wie in Deutschland. In 2 großen Stauseen hat sich der Mond gespiegelt und es war einfach schön. Bis ein Auto mit Suchlicht die Straße hochkamen. Das kam uns ein bisschen komisch vor, aber sie waren nicht hinter uns her, sondern irgendwelchen Tieren, die sie schießen wollten. Auf dem Rückweg hatte Roberts Auto kurz vor unserer Unterkunft einen Platten durch einen spitzen Stein oder so. Aber es war nicht mehr weit und er kennt einen Mechaniker in Kurow.

Am nächsten Abend haben wir Besuch von alten Bekannten bekommen... Lukas, Tim und Tim, die mit uns Abi gemacht haben waren auf dem Weg von Queenstown nach Christchurch und haben bei uns einen kleinen Stopp gemacht. War schön mal wieder wen aus der Heimat zu treffen - die Welt ist klein :)

                                                           vom Mond angestrahlte Stauseen Hofgeismarer Gang :D

Gestern lagen wir bis 9 im Bett. Letztendlich mussten wir wegen dem Nebel bis 10 warten, bis wir anfangen konnten zu pflücken.

Am Abend haben wir uns fast alle samt im Pub getroffen, um ein paar Bierchen zu trinken. Sogar unser Chef und seine Frau sind gekommen und noch 16 Leute, die mit uns arbeiten.

                                                    unsere Crew! :D

Wir bleiben wahrscheinlich die nächsten 3-5 Wochen hier und stocken unsere Reisekasse ein wenig auf.

Bis zum nächsten Eintrag!

Eure Kiwis

ab jetzt nur noch Bilder von einer Kamera... -.-

18Dezember
2013

Advent, Advent, die Sonne brennt!

Die Sonne scheint, es ist T-Shirt Wetter, in 5 Tagen ist Weihnachten und ihr seid sicher neugierig, was in unserer „Adventszeit“ so passiert ist. 

Die Weihnachtsstimmung will bei uns einfach nicht eintreffen. Obwohl schon im November die Christmas Parade in Stratford war, bei der wie beim Viehmarkt-Umzug geschmückte Wagen und ganz viele Leute mit Weihnachtsmützen durch die Stadt gezogen sind, der Tannenbaum schon steht und das Haus weihnachtlich geschmückt ist, lenkt uns der Sommer viel zu sehr von der ganzen Weihnachtsstimmung ab. Sogar die guten Vanillekipferl und Fleißnerplätzchen haben wir schon gebacken und dazu neuseeländische Weihnachtslieder gehört. Es ist alles sehr ungewohnt für uns. Weihnachten ohne die eigene Familie und ohne die typischen Tradition, sowie das gute Essen mit all' unseren Liebsten zusammen. Aber wir sind trotzdem gespannt wie es so wird. Wir wollen uns am 24. einen schönen Tag am Strand machen und unseren Heiligabend am Meer genießen. Muss man ja schließlich nutzen, wenn man schon mal Weihnachten im Sommer hat oder? Am 25. werden die Kinder dann bestimmt alle aufgedreht durch's Haus rennen und sich über die Geschenke von Santa Claus freuen. 

                                                 Plätzchen :-) Christmas Parade, Hohoho!

Naja, jedenfalls dachten wir, dass wir mal wieder was richtiges unternehmen müssen. Mittlerweile haben wir hier in Stratford und Umgebung so gut wie alles spannende gesehen und dachten uns wir machen mal eine Woche „off“. Also packten wir unsere Rucksäcke und ein paar Lebensmittel zusammen, legten die Matratze wieder in den Caldi und machten uns auf in die Mitte der Nordinsel. Geplant war Tongariro National Park, Taupo und Rotorua.

Auf dem „Forgotten World Highway“ ging es Richtung Turangi, unser erster Stopp. Wir haben uns ja eigentlich schon an die neuseeländischen „Highways“ gewöhnt, aber so bergig und kurvig haben wir noch keine Straße gesehen, vor allem als der Highway dann plötzlich zur Gravelroad wurde.

                                                    Forgotten World Highway Forgotten World Highway Landschaft

In Turangi angekommen, haben wir uns erstmal mit zwei Mädels getroffen mit denen wir eine Fahrgemeinschaft bilden wollten. Denn am nächsten Tag wollten wir das Tongariro Alpine Crossing machen, ein 19 km langer Wanderweg im National Park zwischen dem Mt. Ngaurohe und dem Mt. Tongariro durch Vulkanlandschaft. Und da der Weg kein Loop ist, haben wir durch Zufall im Internet die beiden angeschrieben, damit wir am Ende auch wieder zu unserem Auto zurück kommen. Am Abend haben wir uns dann auf dem Campingplatz relativ früh in unseren Caldi zurückgezogen, um am nächsten Morgen fit zu sein. Um halb 6 hat der Wecker geklingelt. Wach-werd-Dusche, Frühstück, Sachen packen und los geht’s. Mit ein bisschen Verspätung trafen dann auch Tess und Manon mit ihrem Van „WildpriNZessin“ am Ende des Wanderwegs ein und wir quetschten uns alle in unseren Caldi, ließen deren Auto stehen und fuhren zum Anfang des Wegs. Uns sind schon bestimmt 10 „Tongariro Alpine Crossing“ Shuttlebusse entgegen gekommen, aber kein Wunder: strahlender Sonnenschein und blauer Himmel, perfektes Wetter also für die beste ein-Tages-Wanderung Neuseelands. Am Carpark angekommen trafen wir auf massenweise Leute, scheint wohl wirklich sehr beliebt zu sein... Nachdem wir noch eine Freundin von Tess und Manon aufgegabelt haben, ging es dann zu fünft los. Eine Amerikanerin, zwei Franzosinnen und wir beide und es war die lustigste Wanderung die wir bis jetzt erlebt haben :D Lustige und verpeilte Mädels haben wir da getroffen und wir hatten ne Menge Spaß! Zuerst ging es langsam bergauf auf einem gebauten Track und dann ging es etliche Treppenstufen an steilen Steinhängen hoch, bis wir durch einen alten nebligen Krater gelaufen sind. Die Aussicht wurde immer besser und wir konnten sogar bis zum Mt. Taranaki gucken! Danach ging es noch steiler auf Stein-Sand-Vulkan-oder-so-Boden bergauf bis wir endlich auf dem höchsten Punkt des Crossings waren. Rechts konnte man den Mt. Ngaurohe sehen, welcher der Drehort für den Schicksalsberg in „Herr der Ringe“ ist und ich frag mich, wie viele Leute da oben schon einen Ring reingeschmissen haben... Und links ging's zum Mt. Tongariro. Der höchste Punkt mit ca 1800m ist der „Red Crater“. Von da aus sind wir dann abwärts durch steilen rutschigen Sand „gesurft“ bis wir die Emerald Lakes sehen konnten. Die sahen schon fast unecht aus, so türkis. Nach einem weiteren von bestimmt 100 Fotostopps und Pausen ging es durch den nächsten Krater zum Blue Lake, der im Gegensatz zu den Emerald Lakes dunkelblau und viel größer war. Nach dem Blue Lake ging es dann nur noch abwärts durch „Native Bush“ an einem kleinen Fluss entlang durch den wir am Ende laufen mussten. Wir konnten aber rechts noch sehen, als wir durch die „active vulcanic hazard zone“ gelaufen sind, wie Qualm und Rauch aus der Stelle des Vulkans kam, wo er letztes Jahr ausgebrochen ist. Unglücklicherweise sind bei diesem Ausbruch 150 Menschen ums Leben gekommen, da ein Felsbrocken eine Eisenbahnbrücke genau in dem Moment getroffen hatte, als gerade ein Zug drüber gefahren ist. Und wir konnten den riesigen Lake Taupo (der übrigens auch ein alter Vulkankrater ist.) von da oben sehen. Schließlich sind wir nach 9 Stunden erschöpft wieder unten angekommen. Eigentlich hieß es in den Reise- und Wanderführern man braucht so 6-9 Stunden, aber wir haben uns halt Zeit gelassen und mehr als 500 Bilder gemacht. Seht selbst:

     Abendessen :) Der frühe Vogel fängt den Wurm! Und los geht's! Mt. Ngaurohe - Schicksalsberg! puuh anstrengend! Pause :-) Krater Manon, Tess und Anaelle :) :) Wow! Krater Frohe Weihnachten :-P  :D Elisabeth, Manon, Anaelle, Tess, Lukas endlich am höchsten Punkt angekommen: Red Crater :-O Emerald Lakes lustige Truppe :D Merry Christmas! Quatschkopf :) von der Spitze rechts oben sind wir den kleinen Weg an den Emerald Lakes durch den Krater gelaufen Blue Lake wirf den Ring in's Feuer! jetzt aber schnell! Qualm aus der Stelle, an der der Vulkan das letzte Mal ausgebrochen ist    ewig bergab Aussicht zum Lake Taupo                                     fast geschafft! Abschlussfoto! Wie froh wir sind, dass wir's geschafft haben... ... und wie wir uns wirklich fühlen!

Nachdem wir uns danach ein paar Bierchen gegönnt haben, sind wir todmüde ins Bett gefallen.

Am nächsten Tag ging's dann nach Taupo. Weil es die nächsten Tage regnen sollte und gerade noch die Sonne schien, haben wir einen kleinen Walk zu den Huka Falls gemacht. Das gesamte unecht blaue Wasser des Waikato Rivers, dem einzigen Abfluss des Lake Taupo, fließt dort mit 220.000 Litern pro Sekunde durch eine schmale Spalte und endet in einem großen Wasserfall. Am Abend machten wir uns mit unserem neu errungenen Campingkocher ein paar Nudeln auf einem kostenlosen Campingplatz direkt am Waikato River und haben gleich nette Nachbarn getroffen.

                              Lake Taupo Waikato RiverBlick von der Brücke Fluss aufwärts... ... und Blick Fluss abwärts

                                           Huka Falls! yummi 

Der nächste Tag brachte Regen, Regen, Regen... und wir wussten nicht so recht was wir machen sollten, weil so viele coole Sachen, die wir machen wollten, draußen waren. Dafür haben wir es mehr als doppelt genossen bei dem blöden Wetter früh morgens in den kostenlosen und den von der Natur selbst gemachten Hot-Pool zu hüpfen, der am Rand des Flusses liegt und uns von dem kleinen Wasserfall massieren zu lassen.

                                            Frühstück :D Hot Pool :) schön warm :')

Am Nachmittag sind wir erstmal einen Kaffee trinken gegangen... und waren ein bisschen shoppen :-) Was kann man besseres an einem verregneten Tag machen? Als es mal kurz aufgehört hat zu regnen, sind wir dann zum Honey Hive gefahren, ein Laden mit allem rund um Honig und Bienen. Im Anschluss ging's zum Volcanic Activity Centre, um endlich mal zu verstehen wie das alles so funktioniert. Mit Videos, Bildern, Lichtern, Experimenten und einem Erdbebensimulator vom Erdbeben in Christchurch 2011. Abends gings dann noch in einen Pub :-)

Und auch am nächsten Tag war mieses Wetter. Trotzdem sind wir zu den Aratiatia Rapids gefahren. Da ist ein Staudamm im Waikato River, der alle zwei Stunden geöffnet wird und dann strömt das Wasser durch die Felsspalten und füllt den Fluss wieder.

                                             Staudamm vorher... ... nachher

Auf dem Rückweg haben wir noch bei einem Glass Blowing Geschäft angehalten und haben zugeschaut, wie Glasschalen, -figuren und -vasen gemacht werden und dann für bis zu 3000$ verkauft werden. Es versteht sich ja von selbst, dass wir euch allen eine solche zu Weihnachten schenken werden... ;-) Zurück am Campingplatz angekommen, waren unsere Nachbarn aus Bayern, Lukas und David, immer noch da und wir setzten uns mit noch einem Kanadier, der neben uns in einer Hängematte geschlafen hat, mit ein paar Bier und Wein zusammen und bauten uns ein provisorisches Regendach zwischen unseren Autos. Und als wir dann morgens aufwachten... war der Nikolaus da! Hätte nicht gedacht, dass er bis nach Neuseeland reißt :-)

                                                    Kofferraumklappe, Handtuch, Kofferraumklappe... nicht schlecht oder? :'DHihi :)

Und auf ging's Richtung stinky Rotorua. Auf wem Weg haben wir nochmal bei den Aratiatia Rapids angehalten, um zu sehen wie der Staudamm geöffnet wird, weil wir es am Tag davor um ein paar Minuten verpasst haben. Anschließend sind wir zum „Craters of the Moon“ gefahren, ein kleiner Weg durch ein dampfendes und blubberndes Vulkangebiet, was wir uns für 8$ Eintritt aber auch hätten sparen können. Denn danach sind wir zum "Wai-O-Tapu Thermal Wonderland" gefahren und haben das ganze dort viel interessanter und schöner gesehen. Blubbernde Mud-Pools, bunte Säure Seen, Schwefelgestein, Terrassen, Geysire… Quasi alle vulkanischen Aktivitäten in einem großen „Wonderland“. Es war sehr beeindruckend, was Mutter Natur alles zu bieten hat!

                         Craters of the Moon  Schwefelhöhle  

               stinkiger Mud-Pool   sieht ganz schön unecht aus...

Danach ging's endlich in die Stadt, die viel größer und schöner war als wir erwartet haben! Und wir verstehen endlich, warum alle Leute von „Stinky Rotorua“ reden. In der Stadt liegt der Kuirau Park, indem es auch überall aus der Erde blubbert und die ganze Stadt liegt Mitten in diesem Vulkangebiet und es riecht nach Schwefel. Wir machten einen kleinen Spaziergang durch die Stadt und den Park bis zum Hafen, vorbei an alten Maori Häusern und Wohnvierteln. An manchen Stellen blubberte und dampfte es sogar aus dem aufgesprengtem Teer auf der Straße und den Gärten. Die Nacht verbrachten wir im Auto beim Funky Green Voyager, eines der schönsten und gemülichsten Hostels, die wir bis jetzt gesehen haben.

                                       Lake Rotorua   sogar zwischen den Pflastersteinen blubbert es Maori Haus

Am Samstag wollten wir zu den Green and Blue Lakes nur leider sahen sie bei dem schlechten Wetter nicht so ganz grün und blau aus, aber wir machten trotzdem eine kleine Wanderung um den Blue Lake und beobachteten die Kayakwettkämpfe auf dem See. Scheint wohl gerade Saison zu sein. Denn auch auf dem Campingplatz in Mangakino, auf dem wir unsere letzte Nacht verbrachten, standen überall Kayaks am See. Es war ein wunderschöner Platz und abends wurde der Himmel klar, die Sonne kam heraus. Luk ist noch eine Runde im See geschwommen und wir haben den Sonnenuntergang am See angeschaut. Wir waren fast die einzigen auf dem Platz bis wir morgens um 7 aufgewacht sind und plötzlich 100 Autos um uns herum standen, da der Campingplatz für das Event als Parkplatz umfunktioniert wurde. Also machten wir uns lieber aus dem Staub und fuhren an eine andere Stelle am See, hüpften kurz in das kalte Wasser, frühstückten gemütlich und machten uns wieder auf dem Heimweg, links rechts links hoch runter, nach Stratford und wir freuten uns auf unser gemütliches Bett.

                          Mangakino kleine Erfrischung :-P Campingplatz

Es war so schön endlich mal wieder was neues zu sehen und wir hatten, abgesehen vom Wetter, eine tolle Woche und haben es sehr genossen.

Ein paar Tage später sind wir zu der Farm von Paddy gefahren um dort ein paar Tage zu bleiben und zu arbeiten. Sie liegt am Forgotten World Highway, ungefähr eine Stunde von Stratford entfernt, irgendwo im nirgendwo ohne Empfang und Nachbarn. Paddy hat dort ca. 5000 junge Bäume gepflanzt, die aber alle noch sehr klein sind und Gras und Büsche wachsen noch drum herum, also sollte Luk das Gras abschneiden. Das kleine Häuschen auf der Farm ist noch in Arbeit und längst noch nicht fertig aber wir haben es uns gemütlich gemacht mit einem Lagerfeuer abends und haben in die Sterne geschaut und versucht ein paar bekannte Sternbilder zu erkennen (u.a. den Großen Jäger. Auf dem Kopf...)

Hm, was ist sonst noch so passiert... letztens haben wir einen wunderschönen Strandtag an einem tollen Strand zwischen Hawera und Opunake gemacht. Wir haben uns ein bisschen gebräunt und sind ab und zu in die warmen Wellen gehüpft. Das Meer hat sich fast wärmer angefühlt als draußen, da am Strand immer ein ganz schön frischer Wind weht.

                                     Weihnachten am Strand huui

Gestern haben wir noch einen kleinen Spaziergang in Stratford mit Zak gemacht und haben ein paar schöne Badestellen am Fluss gefunden.

                                                und hepp! platsch!

Und gerade warten wir darauf, dass unser Caldi wieder geheilt wird. Wir haben uns einen morgen ins Auto gesetzt und wollten losfahren und sahen plötzlich einen bestimmt 30 cm langen Riss in unser Frontscheibe... na toll! Ist wahrscheinlich durch die Sonne und ein paar Steinschläge entstanden.. Im Haus ist sogar schon eine Fensterscheibe zersprungen, weil sie von der Sonne so heiß geworden ist. Und weil wir ja schließlich noch die neue WOF kriegen müssen und nicht mit einer zerrissenen Scheibe rumfahren können, kriegen wir jetzt für satte 400$ eine neue... ein schönes Weihnachtsgeschenk für den Caldi...

Ich weiß noch, wie wir gesagt haben: „Wenn Weihnachten erstmal vorbei ist, vergeht die Zeit bestimmt ganz schnell, bis wir wieder zu Hause sind“. Mal sehen :-)

Bis bald und genießt die Weihnachtsmärkte, den Schnee und den Glühwein für uns mit!

                                    nur noch eine Woche sind wir hier... Wolkenwand im Sonnenuntergang

                            A&P Show wir haben nicht immer gutes Wetter... Taranaki Cap

18November
2013

Feuerwerk, Kayaks, Waffeleisen und Strände

Aloha, liebe Lesende

Die Zeit vergeht wie im Flug und es wird wirklich mal wieder höchste Zeit für einen Eintrag...
Wir hatten leider in der letzten Zeit kein Internet, deswegen die Verzögerung....
Auf los geht's los!


Da Jo, die Mutter Sonntag, den 03.10, in ihren Geburtstag in Stratford reingefeiert hat, hieß es für uns am Samstag Abend Kinder beschäftigen und ins Bett bringen. Mit allen 4 Kindern sind wir zu Freunden der Familie gefahren, die ebenfalls 4 Kinder haben, um dort zu übernachten. Also haben wir abends gegessen, Cats and    Dogs geschaut und haben danach alle ins Bettchen geschickt. Puh, gar nicht so einfach, mit 8 Kindern Zähne zu putzen, alle in ihre Pyjamas zu stecken und dann alle in Schlafmodus zu bringen... Wir selbst sind noch ein Weilchen aufgeblieben und haben an Jo's Geburtstagsgeschenk gebastelt. Einen Origami-Stern, eine CD mit Liedern deutscher Interpreten, eine Karte und ein paar Päckchen Karottensamen. Das war unser Geschenkmix, über den Sie sich sehr gefreut hat.
                                                                   8 Kinder und wir
Sonntag kamen noch Jo's Mutter und Paddy's Eltern zum Geburtstag. Paddy fragte uns auf einmal, ob wir nicht mit zur Farm kommen wollten, die Kälber holen. "Kälber?!"
"Jaa, wir bekommen 2 Kälber". Naja, warum eigentlich nicht. Wir machten uns also auf den weg nach irgendwo anders, zu der Farm eines Freundes und versuchten eine halbe Stunde lang, die 2 Kälber in den Anhänger zu bekommen. Hier angekommen und auf der riesigen Weide rausgelassen, rannten die beiden wie wild durch die Gegend. Keins der beiden war bisher auf einer großen Weide, beide waren an einen kleineren Stall gewöhnt. Mittlerweile, nach ein paar mal Füttern mit der Flasche sind sie sogar etwas zutraulicher geworden.

Am selbigen Abend feierten wir einen vorgezogenen Guy Fawkes Day mit riesigem Lagerfeuer und Feuerwerk im Garten. Hier in Neuseeland ist der 5. November der einzige Tag, an dem man Feuerwerk zünden darf, quasi so wie Silvester, nur nicht an Silvester... Dem einen Kalb hat das Feuerwerk garnicht gefallen, was uns eine einstündige Suchaktion bescherte. Erfolglos.
                            allesamt! Bonfire RapapapamHannah und Lisbeth

Am nächsten Morgen, als ich gerade Feuerholz holen wollte, hörte ich beide muhen. Allerdings nicht aus der Richtung, aus der man sie hören sollten. Sie schienen über Nacht irgendwie auf die Straße gelaufen sein. Na dann mal los! ...Andere gehen joggen... Nachdem sie auf dem Grundstück, wieder auf der Straße, wieder auf dem Grundstück und das ganze noch einmal, waren, mussten sie vorerst gezwungenermaßen auf eine kleine, gut umzäunte Wiese. (Nachdem alle Lecks im Zaun repariert waren, sind sie jetzt wieder auf der großen Weide.)

Am diesem Tag sind wir noch zu Hollard's Garden gefahren. Es war Taranaki Garden Week und einige Leute öffneten für einen kleinen Unkostenbeitrag ihr Grundstück. Hollard's Garden ist einer der berühmtesten in Taranaki. Große Wiesen, viele bunte und wunderschöne Blumen, Sträucher, Hecken und Büsche, unendlich viel Rhododendron und zwischen allem 2 Rundwege. Wir haben es beide sehr genossen, einfach mal durch so einen schönen Garten zu strollen.
                                        Unser neuer Sessel
Donnerstag waren wir im Rotokare Scenic Reserve, einem Vogelschutzgebiet um den Lake Rotokare. Als wir ankamen, sah es eher so aus, als würden wir in einen Hochsicherheitstrakt fahren, denn das ganze Gelände war von einem ca 2,5m hohen Zaun umzäunt. Zudem musste man beim reinfahren einen Knopf drücken, der ein erstes Tor geöffnet hat, dann warten bis dieses hinter einem wieder geschlossen war, wieder einen Knopf für das zweite Tor drücken und dann war man drin. Dienen tut all dies zum Schutz von nativen Vogelarten (besonders denen, die nicht fliegen können) vor Madern und Opossums. Ein Rundweg führte uns in 2 Stunden auf schmalen Pfaden einmal um den See. Leider gibts keine Fotos, da wir die Speicherkarte vergessen hatten, aber wir fahren einfach nochmal hin :P warum auch nicht!

Da Paddy unsere Flaxschneidkünste so bewundert, hat er sich kurzer Hand entschlossen, uns einen kleinen Kayaktrip zu schenken. Wow, dachten wir uns und nahmen das Angebot dankend entgegen. Samstag um 13 Uhr trafen sich alle Teilnehmer (ca. 15) und 5 Teamer, um die Boote aufzuschnallen, alle in Neoprenanzüge zu quetschen und Mitfahrgelegenheiten zu organisieren, um dann Fluss aufwärts zu fahren, bis dahin wo es los gehen sollte. Der Waitara River ist zwischen 10 und 30 Meter breit und hat einige "Level 2 Stromschnellen". Nach einigen Sicherheits- und Paddeltechnik-Hinweisen, außerdem mit Schwimmweste und Helm ausgestattet gings aufs Wasser. Wir alle hatten Sit-on Kayaks, in denen man nicht drin, sondern auf denen man drauf sitzt. "Wer als erstes Kentert, bekommt eine Schokolade". Diese Trophäe ging in der ersten Stromschnelle an Lisbeth. Ich hab es geschafft, am häufigsten reinzufallen... war natürlich Absicht, alles Absicht! Auf unserem Trip machten wir einige Stops und Spiele, die sehr amüsant waren.

1. Auf ein Kayak wird hinten eine Schokoriegel gelegt, und die anderen 19 müssen versuchen, diesen zu bekommen. (Auch genannt: Kayakgewusel).
2. Kayaks einen steilen Grashügel hochziehen, reinsetzen und ins Wasser rutschen. Wir hättens noch 100 mal machen können!
3. Springen von einer 7 Meter hohen Klippe. Hatten doch etwas Muffensausen, nächtes mal vielleicht.
4. Wer schafft es, eine Stromschnelle am weitesten hochzufahren.
5. Wer schafft es, das Ende einer Stromschnelle quer zu durchfahren. Keiner, hehe :D aber viele nasse Menschen gab's!
6. "Versucht euch mal, ganz vorne aufs Kayak zu setzen und dann zu paddeln." Es war eigentlich absehbar, dass die Teamer dann von hinten das Kayak hochdrücken würden. Des Spaßes halber hat es aber trotzdem jeder gemacht!
7. Auf dem Kayak stehen und versuchen zu paddeln. Folglich gabs wieder viele nasse Menschen!

Nach 5 Stunden waren wir wieder am Treffpunkt angekommen und dann gings wieder Richtung unserer Schlafstätte!

                            Die Gruppe am Kekse futtern Die Schwingschaukel
Nachdem ein paar Flax bereits geschnitten waren, machten wir uns Sonntag und Montag daran, die Insel in dem Teich zu verschönern. Pflanzen raus, Pflanzen schneiden, Pflanzen hin, Pflanzen her. Dann haben wir in die Mitte einen Steinkreis gelegt und mit Schotter aufgefüllt. Noch eine Bank drauf gestellt und es sieht schon ganz anders aus.

Den Rest der Woche widmeten wir uns dem nächsten Projekt. Hinter dem Haus sollte ein Kräuterbeet gebaut werden, ein Pfad gebaut werden undundund. Wir finden ja, durch die Betonelemente sieht es eher nach einem Friedhof aus, aber Jo wollte es so... Wir hätten eher Holz genommen... (Bilder folgen)

Freitag haben wir den Surfhighway 45 in Angriff genommen, um mal wieder zum Meer zu gelangen. Gesurft sind wir zwar nicht, aber wir haben ein paar nette Strände gefunden, an denen rumgestrollt sind.
                    Greller Stock :P Omnomnom Viele, schöne Steine
Samstag haben wir das Pioneer Village besucht, ein altes Dorf, welches den Stand der Dinge vor 100+- Jahren widerspiegelt. Viele alte Läden, Schulen, das Krankenhaus und die Post, die Bank und das Gefängnis, alles drum und dran. Vorallem haben wir viele alte schöne Sachen gefunden, die wir gerne mitgenommen hätten :P alte Waffeleisen, Waagen und Sonstiges.
                              Das hat Stil! :)
Gestern, Montag sind wir mal wieder Richtung Plateau gefahren, um bis zum Manganui Skifield zu laufen. Nach einer Weile kamen wir an einen Tunnel mit einem Schild, was auf Lawinengefahren hinwies. Zum Glück stand der Zeiger auf "niedrig". Also los! Wir mussten erst durch eine Art Schlucht, bis wir auf der anderen Seite dieser wieder hoch konnten und ankamen. Ein ganz schön langer Weg, wenn man bedenkt, dass man eben diesen im Winter mit Ski & Co. zum Skifield laufen muss... Leider haben sich in der Zeit die Wolken etwas zugezogen, sodass wir nur einige Meter Sicht hatten. Fazit: nochmal hoch!
    Nene, der ist nur für Equipment Auf Gehts! Lawinengefahr: Gecheckt Der Weg

Mal sehen, was die nächsten Wochen so bringen.

Bis dahin, eure Traveller

Schöner SonnenuntergangHunter, der SchmusehundPoletennis Hausmeisterschaften

Was wir außerdem alles gefunden haben:

"Radler-Bier",

Leute, die vom Herrmann-Kuchen reden,

"Vogeltown",

Kinderriegel,

eine Miele-Werbung mit dem Untertitel "Immer besser"

und das Stratforter "Glockenspiel"

02November
2013

Ready, Straddy, Go!

Wir melden uns mal wieder!

Die Zeit vergeht wie im Flug... ich kann kaum glauben, dass wir schon 2 Monate in Neuseeland sind und vor allem, dass in knapp 50 Tagen schon Weihnachten ist. Und das Wetter fühlt sich einfach falsch an für diese Monate, weil wir es so gewohnt sind, dass ab jetzt die Tage kürzer werden und es draußen stürmisch, regnerisch und verschneit ist (wann es wohl in Deutschland das erste mal schneien wird?). In den Geschäften wird schon Weihnachtsdeko und Schokolade verkauft, aber das Feeling ist einfach noch nicht so wirklich da. Obwohl es hier auch noch sehr Frühling mäßig ist. Die letzten zwei Tage hat es nur geregnet und gestürmt, sodass wir es uns vor dem Kamin gemütlich gemacht haben. Heute war wieder schönes Wetter und wir konnten draußen mit dem Kleinsten Verstecken spielen und auf dem Trampolin hüpfen. Und gerade sitze ich im Wohnzimmer und die letzten Sonnenstrahlen scheinen in mein Gesicht, bevor die Sonne hinter dem Mount Taranaki verschwindet und ein weiterer Tag vergangen ist. Mal sehen wie das Wetter die nächsten Wochen wird, wann der richtige Sommer kommt und wir endlich im Meer baden können.

Alles in allem geht es uns hier sehr gut. Wir genießen das schöne Haus, das tolle Grundstück und die nette Family. Und neben unseren täglichen Pflichten haben wir weiterhin viel erlebt. In den letzten Tagen sind wir nicht so viel unterwegs gewesen, weil es viel geregnet hat und uns manchmal einfach die Motivation gefehlt hat oder wir einfach keine Lust haben erstmal eine halbe Stunde mit unserem Caldi zu fahren (er braucht ja schließlich auch mal ein bisschen Zeit zum Ausruhen, nicht wahr? ;) ).

Aber natürlich haben wir wieder ein paar tolle Walks gemacht. Zuerst ging es zum Wilkies Pools. Ein Loop Track am Mount Taranaki. Zuerst dachten wir es ist einfach ein Track wie alle anderen auch, da es ein einfacher schmaler Weg durch den Wald war. Doch dann kamen wir zu einem Fluss. Wir haben vorher schon gelesen, dass man einen Fluss überqueren musste und man darauf achten sollte, dass es vorher nicht so viel geregnet hat. Da aber die Sonne vorher viel geschienen hat und es viel regnet hat, ist der Schnee auf dem Berg geschmolzen und der Fluss, in den das ganze Wasser fließt, ist ein bisschen größer als sonst. Naja, zuerst sind wir ein bisschen Flussabwärts gelaufen, um dort eine Möglichkeit zu finden auf Steinen herüber zu hüpfen, aber die Steine waren alle glitschig, wackelig oder waren zu weit voneinander entfernt. Da wir aber nicht umkehren wollen haben wir ein Holzbrett genommen, welches am Rand des Flusses lag (sollte wohl als eine Art Bank dienen...) und haben es über den Fluss gelegt und sind vorsichtig herübergestolpert. "Pass auf die Kamera auf!!!" Heile drüben angekommen mussten wir durch ein paar Bachläufe, bis uns aufgefallen ist, dass wir ja wieder auf die andere Seite des Flusses müssen, um zum Parkplatz zu kommen. Und da sahen wir auch schon eine Brücke hinter den Büschen. Eine Brücke zum Fluss herunter... Nichts da mit ÜBER den Fluss...! Und da uns diesmal wirklich nichts anderen übrig blieb, hieß es: Schuhe ausziehen, Socken ausziehen, rüberwerfen, Hose hochkrempeln und ab in die Fluten. Und wir hatten noch nie sooo kalte Füße! Das Wasser war eisekalt und wir waren froh wieder in unsere warmen Wanderschuhe zu schlüpfen.

                          nicht fallen! Wilkies Pools :-) gar nicht so einfach da rüber zu kommen :-P

Ein paar Tage später sind wir zu den Dawson Falls gefahren. Das ist, wo der Bergfluss, den wir auch überqueren mussten, ungefähr 25m herunterfällt. Und auf dem Weg haben wir sogar 2 Jungs getroffen, die ein paar Nächte in der Sunseeker Lodge waren. Es gibt mehrere Wege von dem "Mount Egmont Visitors Centre" aus, wie auch der zu den Dawson Falls. Da das aber nur 5 Minuten gedauert hat und wir uns noch ein bisschen verausgaben wollten, sind wir 1860 Stufen hoch und herunter gelaufen. Das war der Weg zu dem Gipfel des kleineren Berges neben dem Mount Taranaki, aber wir sind nicht bis ganz nach oben gelaufen. Dort lag immernoch Schnee und wir haben sowieso nicht die richtige Ausrüstung dafür und mit nur einer Leggins an den Beinen war es doch ein bisschen kalt dort oben. Aber wir hatten eine tolle Aussicht von da, bis wohin wir gekommen sind.

   Dawson Falls Treppen, Treppen, Treppen, ... 1856, 1857, 1858, ... Aussicht! Man konnte sogar unser Haus sehen Fluss oder Weg?

Deprimiert vom Regen sind wir ein paar Tage später nach New Plymouth gefahren, um ein bisschen Shoppen zu gehen :-) Zuerst sind wir den Coastal Walkway entlanggelaufen. Ein schöner Weg an der Küste der Stadt entlang bis zum City Centre. Dann bin ich durch ein paar Geschäfte im Shopping Centre geschlurft und Luk ist draußen ein bisschen durch die Läden gebummelt. Nach einer Stunde präsentierten wir stolz unsere Ergebnisse. Ich: Tops, Pullis und eine Jeans und Luk: ein Kaffeekanne. Typisch Frau und Mann, ey? :-D Dann haben wir uns noch ein leckeres Pita geholt und sind zu einem ziemlich coolen Berg in New Plymouth gefahren und hinauf geklettert. Wir hatten eine schöne Aussicht über die Stadt und einen schönen Blick auf das Meer und den Mount Taranaki. Nachdem wir noch ein bisschen am Vulkanstrand spaziert sind, haben wir uns auf den Rückweg gemacht um Kartoffel und Brokoli zu Abend zu essen, was es hier sehr sehr oft gibt... :-D

                                      Coastal Walkway New Plymouth

                         Tasman Sea Vulkan Strand Mr. Crab Wer küsst denn da einen gestrandeten Wal?

Neulich habe ich endlich mal meine Laufschuhe benutzt und war eine Runde joggen, zuerst bergauf (das war soo anstrengend) und bergab ging es wunderbar. Währenddessen ist Luk mit dem Fahrrad zum Stratford Plateau (1100m hoch) gefahren! :-O Und war danach total durchgefroren und dann hieß es Tee trinken und den Hobbit gucken! Bald kommt der zweite Teil hier im Kino, wir sind gespannt :-)

Und weil in der Garage so viele Fahrräder stehen und es nach Stratford so schön bergab geht, sind wir zum Cricket Platz gerollt und haben mit der Familie zusammen Paddy beim Cricket spielen zugeschaut. Dann waren wir noch kurz im Supermarkt weil wir so Heißhunger auf Schokolade hatten und es im ganzen Haus keine Schokolade gibt! :-( und ein bisschen Sprudelwasser. Hier trinkt man meißtens nur das Wasser aus dem Hahn und wir vermissen wirklich die Kohlensäure... Und das Wasser kam uns zu gunsten, als wir den Berg zum Haus wieder hochfahren mussten... bzw. die Räder hochgeschoben haben...

Vorgestern sind wir mit Coopers Klasse zum Hockey Spiel in Stratford gegangen. In "Straddy" findet gerade der "Ociania Hockey Cup" statt und da wir als "Begleitpersonen" der Kiddis mitgehen konnten, mussten wir nichts bezahlen und konnten uns das Spiel Australien gegen Samoa anschauen, umzingelt von 50 kleinen schreienden Kindern :-D

                                                                Hockey Game gucken mit Cooper :-)

Joa, ansonsten geht es uns alles in allem sehr gut hier in Straddy (Spitzname für Stratford hier :-D). Wir arbeiten weiterhin viel im Garten, schneiden Flax Büsche, spielen mit den Kindern Monopoly und genießen das schöne Haus und das Grundstück, vor allem wenn die Sonne scheint. Wir werden hier bis Weihnachten bleiben, damit wir nicht in irgendeinem ranzigen Hostel hocken, sondern es hier schön gemütlich haben. Aber Silvester planen wir immernoch in Wellington, das wird cool! Am Wochenende feiert Mom Jo ihren 40. Geburtstag und wir müssen abends auf 8 Kinder aufpassen, das wird ein Spaß... :-D Und am Sonntag machen wir ein großes Lagerfeuer im Garten mit all' den abgeschnittenen Büschen von unserer fleißigen Gartenarbeit. Sozusagen als vorgezogener Guy Fawks Day am 5. November. Das ist nämlich der einzige Tag im Jahr an dem Feuerwerk gemacht werden darf - nicht mal an Silvester, das kann ja was geben...

                die beiden Kleinsten Flax vorher... ... Flax nachher! Hunter, der Schmusehund! Mt. Egmont

              Baby Ziege von Nebenan :-) Spaß im Spa !  Zitat Lukas: So schneidet man de Flaxbüsche. Onkel, Tanten und Großeltern werden außen abgeschnitten und in der Mitte bleiben Eltern mit Baby :D Elisabeth im Bushwalk Mt. Taranaki at night

Gleich arbeiten wir noch ein bisschen an unserem Weihnachtsgeschenk für die Kinder, ihr werdet schon sehen.

Wir vermissen euch alle! Ihr fehlt uns und wir denken ganz viel an euch alle. Drückt euch alle gegenseitig von uns :-)

Oh and by the way, in 224 Tagen habt ihr uns wieder 

16Oktober
2013

Woohoo, you're in Taranaki!

Soodele, und weiter geht's in der Geschichte der zwei Reisenden.

 

Nach unserem Wwoofingtag in Orewa (08/10/2013), der uns eine kostenlose (schnarchige...) Nacht im Hostel bescherte, ging es morgens los in Richtung Raglan (193km). Nachdem wir im Straßengewusel Aucklands unser Partneroffice wiedergefunden haben, haben wir dort unsere Post abgeholt und so schnell, wie wir nach Auckland reinkamen, waren wir auch schon wieder draußen. Wir rollten in unserem Caldi die restlichen 130km nach Raglan, einer der beliebtesten Surfspots in Neuseeland und dementsprechend war das Hostel eingerichtet und die Leute im Hostel gelaunt. Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit und wir waren nur kurz draußen und haben uns ein bisschen umgeschaut. Zurück im Hostel wurde der mittlerweile mindestens 30ste Brotteig angesetzt und wir nahmen uns ein bisschen Zeit für neuseeländische Filmkultur. Herr der Ringe Teil 1! Wenn man sich die Landschaft bewusst anschaut, kann man Neuseeland deutlich heraus erkennen.

                                  Vollmond oder doch nur eine Sichel? Orewa at night  Das Hostel in Raglan

Mittwoch (09/10/2013) ging es dann weiter (ca. 90km) nach Otorohanga.

Jenny (Hat mit uns Abi gemacht und ist am gleichen Tag mit der gleichen Organisation ins gleiche Land geflogen) arbeitet gerade in Otorohanga und deswegen haben wir uns entschieden, dort in einem Holidaypark (quasi ein Campingplatz) zu übernachten. Aber erstmal, erstmal wurde es wirklich langsam Zeit, endlich mal einen Kiwi zu sehen! Da wir mittlerweile begriffen haben, dass sich Kiwis in freier Natur nur schwer sichten lassen, gingen wir ins Kiwihaus Otorohanga und so sahen wir unsere ersten Kiwis. Wir hatten nicht gedacht, wie groß, dick und süß die werden können. Einer der Kiwis dort war 14 Jahre alt und ungefähr 50-60cm lang. Leider durfte man keine Fotos machen...

                                        Rein da! Ein Foto konnten wir uns nicht verkneifen...

Nachdem wir Caldi schlafbereit eingerichtet haben, machten wir uns auf in die Stadt, um Jenny zu treffen und uns ein bisschen auszutauschen, was wir bisher so erlebt haben. Da die Küche auf dem Holiday Park nicht so gut ausgestattet war, mussten wir leeeeeeider in eine Bar gehen und Fish 'n Chips und Pizza essen. Blöd aber auch...

                                                   Die Schlafhöhle. Gemütlich......

Donnerstag (10/10/2013) fuhren wir weiter in Richtung Stratford, Taranaki. 220 kurvige und hügelige Kilometer standen uns bevor. Irgendwann entschieden wir, irgendwo in irgendeine Straße zu fahren, um ein bisschen Luft zu schnappen. Die Gravelroad führte zu einer Parkbucht, von der aus ein kleiner Weg runter zu einem schwarzen Vulkanstrand ging. Wirklich beeindruckend, wie so ein schwarzer Strand aussieht. Naja, weiter gehts! Je näher wir Stratford und somit dem Haus, in dem wir die nächsten 2 Monate leben werden, kamen desto mehr Fragen gingen uns durch den Kopf. Wird die Familie nett sein? Sind die Kinder anstrengend? Ist das Bett gemütlich? Werden wir viel Freizeit haben? Ist das Haus schön? In keiner dieser Fragen wurden wir enttäuscht! Wir fuhren die lange Pembrook Road hoch bis wir flüchtig einen Zettel an einem Briefkasten sahen, der uns willkommen hieß. Vollbremsung, Rückwärtsgang, Blinker rechts, 2x Hupen. Wir sind da! Die Kinder kamen gleich zu uns gelaufen und begrüßten uns. Hannah führte Elisabeth und Zak mich einmal durch Haus und Grundstück. Außerdem musste Zak mir sofort erstmal alle Rugby-Regeln erklären und mit mir ein bisschen trainieren. Bereits auf der Fahrt konnten wir den ein oder anderen Blick zum Mount Taranaki erhaschen, aber die Aussicht, die sich aus dem Wohnzimmer bietet, ist wirklich Wahnsinn. Die ehemalige “Andersons Alpin Lodge” liegt auf ca. 900 Metern über dem Meeresspiegel. Das 3 stöckige Holzhaus steht auf einem wunderschönen Grundstück mit Bachlauf inklusive Wasserrad, Spa Pool, Schafwiese, Bushwalk und Pferdeweide. Die 2 Schafe haben gerade 3 kleine Lämmer bekommen, die so süß sind! Außerdem hat die Familie zwei Hunde, ein Pferd und 5 Meerschweinchen. Wir haben nun ein Zimmer mit gemütlichem Doppelbett, Piano und Gitarre! Und endlich können wir unsere Klamotten mal in einem Schrank verstauen und unseren Rucksack unter das Bett packen. Zur Begrüßung lagen auf dem Bett eine Packung russische Süßigkeiten, ein Kartenspiel und 2 Tassen, da jeder im Haus seine eigene Tasse hat. Sogar kleine Probeshampoo-Tütchen haben wir in Massen bekommen. Die Kinder Keith (4), Cooper (6), Hannah (11) und Zak (13) sind wahnsinnig lustig, offen und lieb. Sie kriegen sich zwar öfter mal in die Haare, wie das in dem Alter so ist, aber jedes Problem ist hier schnell gelöst. Mama Jo macht supergutes Essen. Wir haben lange nichtmehr so leckere Sachen gegessen. Vor allem müssen wir nur höchstens 3 Stunden am Tag arbeiten für Luxusunterkunft und leckeres Essen. Überstunden werden natürlich bezahlt! WOW, es hätte uns nicht besser treffen können!

Am Abend mussten wir erstmal den Spa ausprobieren und so setzten wir uns gemeinsam mit den Kindern in den Pool. Spa im Regen mit Blick auf den Berg ist super!

                                 Auf dem Weg nach StratfordVulkanstrand kurz vor New Plymouth Yippie! 

                       Der erste Blick auf den Berg. Hi Mt. Taranaki! :-) Da wohnen wir gerade! Unser Häuschen v.l.: Paddy mit Cooper, Jo mit Hunter (Hund), Zak, Hannah und Keith

Samstag (12/10/2013) machten wir uns auf die Straße hoch so weit es geht bis auf das Stratford Plateau. Selbst von dem 1200 Meter hoch liegenden Parkplatz hat man schon eine wahnsinns Aussicht! Was man übrigens auch dort hat, ist Schnee. Nicht mehr viel, aber genug, um denken zu können, es werde auch auf der Südhalbkugel gerade Winter. Nach einem kurzen Bush-Trip stürmten wir, vom einfallenden Hagelschauer überrascht, zurück ins Auto und fuhren zurück, um uns vor dem Ofen aufzuwärmen.

                       yummie  Die Aussicht vom Stratford-Plateau Der Berg versteckt sich in den Wolkender letzte und erste Schnee

Sonntag (13/10/2013) zeigte sich der Berg erstmals ohne Wolken davor. Es sieht echt toll aus, wie mitten in der Landschaft einfach so ein 2,5 Kilometer hoher Berg aus dem Boden ragt. Unsere Hauptaufgabe im Moment ist Entertainment und so puzzeln wir fleißig, spielen Monopoly, springen auf dem Trampolin, Elisabeth gibt Hannah Klavierunterricht und ich spiele mit Zak Rugby. Dazu wischen wir immer mal über Tische und Küche, räumen die Spülmaschine ein oder aus und staubsaugen. Der übliche Housekeeping-Job also.

                                 Vorher - Nachher Die Schäfchen Hunter gibt Gas

Montag fing für die Kinder nach den Ferien die Schule wieder an, also gestaltete sich der Tag noch etwas entspannter! Es regnete zwar den ganzen Tag und der nächste Sturm ist auch schon angesagt, aber wenn sich das Wetter bessert, wird die Landschaft und der Berg weiter erkundet.

 

 

Bis dahin vom Fuße des Mt. Taranaki,

 

Lisbeth und Luk

07Oktober
2013

Northland Trip

Hey hey,

wir warten gerade, bis unser Kartoffelgratin fertig ist (und hoffen, dass es gelingt) und nutzen die Zeit, um euch von unserer Sightseeing Tour der letzten Tage zu berichten.

Wie immer haben wir wieder unglaublich viel gesehen und erlebt und unsere Köpfe versuchen gerade, dass alles irgendwie annähernd zu verarbeiten. Mir fällt es sogar schon schwer, mich daran zu erinnern, was wir die ersten Tage hier erlebt haben, weil so viel Neues dazu kommt und wir aus dem Staunen nicht mehr hinauskommen.

Am Dienstag (01/10/2013) haben wir uns von den neuen Wwoofern, Melanie und Lindsay verabschiedet und die Sunseeker Lodge (schweren Herzens) verlassen. Es war eine schöne Zeit, die wir dort hatten und wir haben uns sogar ein bisschen heimisch gefühlt in unserem kleinen Holzhäuschen. Auf dem Highway ging es dann Richtung Norden. Wir haben nochmal den Blick auf die Ostküste genossen und haben dann das erste mal die Westküste gesehen. Wow! Der Unterschied ist nicht zu übersehen. Von wirklich kleinen Wellchen zu riesigen Wellen, die sich hintereinander auftürmen! Der 90 Mile Beach ist wirklich beeindruckend. Ein riesengroßer Strand, der nach links und rechts einfach immer weiter geht (Für die Siemons: Wie Tversted, nur mit höheren Wellen und ohne Eis...) . Mit unserem Caldi haben wir uns aber nicht getraut, dort langzufahren, konnten es uns aber nicht verkneifen mal ein paar Runden auf dem Sand zu drehen. Es kann außerdem sehr gefährlich sein, am Strand zu fahren. Man muss genau auf die Zeiten von Ebbe und Flut achten, damit einem nicht plötzlich von der Flut der Weg abgeschnitten wird. Nach diesem Abstecher ging es wieder auf den Highway, bis wir ein Schild "Gumdiggers Park" sahen und auch da einen kleinen Halt machten. Wir sind durch einen Walk im Wald gelaufen und haben dabei alles mögliche über die Bernstein Sammler erfahren. Weiter auf der Straße ging es dann Kurve links, Kurve rechts, Berg auf, Berg ab und da sind wir: 2 Nächte couchsurfen in einem kleinen Häuschen auf einem wunderschönen Grundstück. Wir wurden gleich von 4 Hunden und dem dazugehörigen Besitzer freundlich begrüßt. Wie es das Schicksal so wollte, war es ein Deutscher (wir kommen wohl nicht so weit mit unserer Englisch Verbesserung...). Wir haben unser riesengroßes Doppelbett bewundert, unsere Sachen ausgepackt und dann das kleine Örtchen Pukenui erkundet. Es war nicht viel los, also sind wir wieder umgekehrt, haben Essen gemacht und sind ins Bett gefallen. Die Städte hier sind generell ganz anders als wir es kennen. Es gibt keine schönen Innenstädte, Fußgängerzonen oder eine hübsche Altstadt. Statt dessen ist alles sehr weit voneinander entfernt und man freut sich zwischen den Kuh- und Schafweiden mal ein Café oder Supermarkt zu finden. Die gute Hofgeismarer Eisdiele vermissen wir schon... In den etwas größeren Städten führt meißtens eine große Straße mitten durch an deren Seiten sich kleine Geschäfte befinden. Schade eigentlich, dass man oft nicht so gemütlich durch schlendern kann.

    Wir Wwoofer der Sunseeker Lodge :)! wir haben leider keine gesehen...that's how she lookes like now...Die Hütte eines Gumdiggers 90 Mile Beach

Am nächsten Tag ging es dann endlich zum Cape Reinga, nachdem schon so viele davon geschwärmt haben. Je näher wir Richtung Norden kamen, desto weniger hohe Pflanzen wuchsen dort. Wir waren es gewohnt hohe Bäume und Büsche zu sehen, doch stattdessen waren die Pflanzen sehr niedrig und zeigten uns einen zunehmend schöneren Blick auf das offene Meer. Nach 70km am Cape angekommen, genossen wir die Aussicht auf das endlose Meer und bewunderten Buchten, Klippen und Wellen. Vom Parkplatz aus führt ein kleiner Weg zum Leuchtturm, der den nördlichsten Punkt Neuseelands kennzeichnet. An diesem Punkt prallen Tasman Sea und Pacific Ocean aufeinander und lassen mitten im Meer eine Stelle mit ganz vielen Wellen, die in alle Himmelsrichtungen brechen, entstehen. Links vom Leuchturm konnten wir auf das Cap von Maria von Diemen schauen, eine große aber schöne Bucht, wie wir aber schon viele gesehen haben. Rechts konnte man auch noch einige Buchten sehen, die sogar noch nördlicher sind als die Stelle, wo der Leuchtturm steht. Nachdem wir die wundervolle Aussicht genossen haben, ein paar Fotos geknipst haben, uns am großen Ortsschild orientiert haben und den Wind schließlich genug in unseren Haaren gespürt haben, wollten wir einen kleinen Track zum Cap von Maria von Diemen laufen. Jedoch mussten wir nach etwa 10 Minuten wieder umkehren. Ich bin gestolpert und weggerutscht und habe mich blöderweise in einem Dornenbusch abgestützt und hatte tausend kleine Splitter in meiner Hand. Luk hat sie mir zum Glück alle schnell herausgezogen und dann sind wir lieber umgekehrt um die Hand zu waschen und uns mit unserem Proviant ein bisschen zu stärken. Auf dem Weg zum Auto haben wir uns nochmal die Infoschilder durchgelesen, die einem alles mögliche Wissen über Sagen und Historisches vermitteln sollten. Ich fande es interessant zu erfahren, dass das Cape Reinga für die Maoris der Ort ist, wo die Seelen in die Unterwelt verschwinden. Das konnte man sich richtig gut vorstellen, wenn man einfach so in das offene Meer geschaut hat.

        Wir beide am Cape ! Lisbeth vor dem Leuchtturm und den Wellen mitten im Meer That's Cape Reinga! so sieht die Felsbrandung am Strand am Cape Reinga aus!                  18000 km nach Europa! first ice-cream in New Zealand! (eine Kugel hier sind ungefähr 3 Kugeln zu Hause)


Nach gut 1 1/2 Stunden, die wir am Cape verbracht haben, sind wir wieder zurück gefahren. Auf dem Weg haben wir aber noch ein paar Zwischenstopps gemacht. Wir haben auf einer langen Schotterpiste einen Abzweig zu einem wunderschönen Strand (Taputaputa Bay) gemacht, haben dort ein kleines Picknick gemacht und einem Surfer zugeschaut. Die Schotterstraße wieder hoch ging es weiter zu den riesigen Sanddünen. Wir haben uns ein Sandboard ausgeliehen und sind die Sanddünen heruntergerutscht. Das hat Spaß gemacht :-) und war ganz schön schnell! Und wie wir so mitten in den riesigen Dünen standen, habe ich mich fast wie in Afrika gefühlt (ob es in Togo wohl auch so aussieht, Maren?). Der weitere Weg führte uns zum Rarawa Beach, ein weißer Sandstrand, so wie man ihn aus der Karibik kennt - bildschön! Doch auf dem Weg dahin stand uns plötzlich auf der Straße eine Kuhherde gegenüber, die von einem Truck und 2 Hunden die Straße entlang getrieben wurde. Für die Neuseeländer scheint das alltäglich zu sein. Wir haben angehalten und der neuseeländische Busfahrer hinter uns hat sofort angefangen zu hupen :-D Am Rarawa Beach angekommen haben wir mal wieder eine Menge Muscheln gesammelt. An jedem Strand den wir sehen, finden wir immer wieder neue und andere Muscheln. Als uns aber aufgefallen ist, dass der Supermarkt bald zumacht, also haben wir uns wieder auf den Weg gemacht, haben ein bisschen was fürs Abendessen eingekauft, gekocht, und wollten dann zum 90 Mile Beach und den Sonnenuntergang anschauen. doch leider haben wir uns etwas verfahren und sind erst am Strand angekommen, also die Sonne schon hinter dem Horizont verschwunden ist. Aber immerhin haben wir einen süßen Baby Chihuahua gesehen :-)

                                                     sanddune surfing :-P Muscheln sammeln am Rarawa Beach :)

Am Donnerstag (03/10/2013) haben wir dann unsere Reise fortgesetzt und uns einen Schlafplatz im Holiday Park in Ahipara gesucht. Unsere Unterkunft war eine kleine Cabin. Eine kleine Holzhütte, wo nur ein Bett und ein Tisch mit zwei Stühlen drinstand. Für einen Campingplatz war es aber wirklich schön dort. Eine schöne Küche, ein hübscher Aufenthaltsraum und die ganze Anlage war hübsch hergerichtet mit Pflanzen, bunten Wänden, Sonnensegeln und Kieswegen. Hier haben wir auch übrigens ehemalige Gäste aus der Sunseeker Lodge getroffen, mit denen wir jetzt gemeinsam ein bisschen Reisen, da wir so ungefähr die selbe Route haben. Es ist nett, nicht immer nur zu zweit zu reisen :-)
Da der Holiday Park nur fünf Minuten vom Strand entfernt war, haben wir abends noch einen kleinen Spaziergang dort gemacht, um endlich einen richtigen Sonnenuntergang zu sehen. Es sah so wunderschön aus! Obwohl Wolken aufgezogen sind, leuchtete der Himmel nur so in der Abenddämmerung. Die Wolken wurden angestrahlt und ergaben ein wunderschönes Licht. Und alle 2 Minuten änderte sich die Farbe. Von Gelb und Orange über Hellrot, bis hin zu Neonorange/rot und Lila. So ein Sonnenuntergang ist immer wieder schön. Vor allem weil wir die Natur hier generell viel mehr wahrnehmen als zuvor. Wir gucken uns zum Beispiel viel genauer irgendwelche Pflanzen, Bäume oder Vögel an, als wir es zu Hause gemacht haben. Da waren Vögel Vögel und Pflanzen welche, die schon immer in unserem Garten wuchsen. Aber es ist schön, sich hier so auf die Natur einzulassen. Für uns ist gerade das das besondere, weil es das besondere an Neuseeland ist und wesentlich schöner als die kleinen Städte hier, in denen man längst nicht so viel sieht, wie auf einer Fahrt durch die Landschaft.

                     unsere Cabin, gemütlich oder?                  Sonnenuntergang am 90 Mile Beach wunderschön :)

Am Freitag (04/10/2013) sind wir dann noch weiter südlich gefahren und in Kohukohu gelandet. Und hier haben wir unsere erste Nacht im Caldi verbracht! Wir schliefen auf dem Campingplatz des Treehouses, eine Lodge mitten im Wald. Hier gibt es einige kleine Hütten, wo Betten drin stehen und ein Gemeinschaftshaus mit Küche und Badezimmer. Alles ist aus Holz und alt und uhrig, aber sehr sehr hübsch. Anders als die typischen Hostels und vor allem im Besitz einer Familie, die das hier alles selbst pflegt. Da die "Caldi-Hütte" am günstigsten war, haben wir schon gleich unser Bettchen zurecht gemacht. Mit den Vorhängen am Fenster, der Luftmatratze, den Kissen, der kuscheligen Punkte-Wolldecke und den mummeligen Schlafsäcken sah es wirklich gemütlich aus! Wir dachten und nur: Mal sehen wie die Nacht so wird, hoffentlich beschützt Caldi uns vor Wildschweinen, Schafen, Opossums und Gänsen, die hier so rumstreunern. Am nächsten Morgen mussten wir leider enttäuscht feststellen, dass die Matratze doch nicht so gemütlich ist, wie sie aussieht... Unsere Saugnapfvorhänge haben nicht alle gehalten und die Aufpump-matratze ist wegen den großen Luftkammern ziemlich ungemütlich, weil man ständig auf irgendwelchen Hubbeln oder Ritzen liegt und in die Mitte rollt :-D ... aber naja, da lässt sich bestimmt noch was machen!

                                                       The Treehouse Janina, Maik, Lukas, Elisabeth. Nature Trail :)

Obwohl wir noch gerne länger im Treehouse geblieben wären, machten wir uns mit der Fähre rüber zur anderen Seite der Bucht und fuhren zu einem Track durch den Wald. Wir 4 marschierten tapfer etliche Stufen Berg auf und waren froh, dass es endlich wieder abwärts ging. Auf dem Weg haben wir zwei Wasserfälle  gesehen. Nach einem kurzen Stopp bei einem kleinen Geschäft, wo es alle möglichen Spiele und Rätselsachen aus Holz gab, ging es zum Tane Mahuta, dem größten lebenden Kauri Baum Neuseelands. Wow, was ein Oschi! Mit einem Umfang von 13 Metern hebt er sich schon ziemlich von den darum stehenden Bäumchen ab. Als es schon langsam Abend wurde, mussten wir uns so langsam auf den Weg nach Dargaville machen, wo wir uns eine Unterkunft erhofften. Wir landeten schließlich auf einem naja...  doch ziemlich spärlichen Campingplatz. Schön war etwas anderes und der ganze Ort kam uns komisch vor... Es gab keinen Aufenthaltsraum, sondern nur eine Küche, wo keine Kochutensilien vorhanden waren. Zum Glück hatten wir Maik und Janina, unsere Mitreisenden, dabei, die uns ein bisschen mit ihren Campingsachen ausrüsten konnten. Nach Nudeln mit Tomatensoße und einer Serie "Tatortreiniger" auf einer Holzbank draußen im Dunkeln, gings in den Caldi zum Schlafen.

                                          unser Walk durch den Wald an Wasserfällen vorbei :) Tane Mahuta, ach du dickes Ei! Beautiful New Zealand ♥

Mit Rückenschmerzen aufgewacht wollten wir nur schnell weg von diesem Platz. Und hier sollten sich eigentlich die Wege von uns und Maik und Janina trennen. Die beiden wollen Richtung Coromandel Peninsula und wir Richtung Süden. Doch wie es das Schicksal so wollte, trafen wir uns in unserem nächsten Hostel wieder. Auf dem Weg dort hin haben wir noch bei einem Kauri Museum angehalten, aber der Eintritt war uns zu teuer. Wir sind ja schließlich Sparfüchse :-P
Ja, und nun sind wir also in Orewa an der Ostküste wieder. Das Hostel ist gemütlich und hier steht sogar ein Klavier! Da wir von dem Besitzer gleich ein Angebot zum Woofen bekommen haben, bleiben wir noch eine Nacht für umsonst hier. Luk baut gerade an irgendeiner Treppe rum und ich sollte eigentlich ein bisschen Betten machen und sauber machen, wenn denn mal jemand kommt... :-D Heute werden wir uns noch ein bisschen das Örtchen anschauen, zum Strand gehen und die nächsten Tage planen.

Denn:
Falls ihr euch fragt, wie es nun so weiter geht: Wir werden morgen weiterfahren und in der Gegend von Hamilton noch zwei Nächte bleiben. Ursprünglich hatten wir ein Jobangebot für "flower picking" und diverse andere Seasonal Jobs in Tauranga. Da wir uns dabei allerdings nicht ganz sicher waren und die Unterkunft etwas teuer war, haben wir noch weiterhin in den Jobbörsen gestöbert und schließlich ein Angebot von einer Familie entdeckt, wo wir ein bisschen im Haushalt mithelfen müssen und auf die Kinder aufpassen sollen und dafür Unterkunft und Verpflegung bekommen. Nach ein paar Emails hin und her, steht nun fest, dass wir die nächsten ein bis zwei Monate in einer Kiwi-Familie in Stratford beim Mount Taranaki wohnen werden. Am Donnerstag (10/10/2013) werden wir dort anfangen. Wir freuen uns sehr, endlich unser Englisch ein bisschen verbessern zu können und erstmal für eine längere Zeit eine schöne Unterkunft zu haben! Wie es dort genau ist, werdet ihr dann im nächsten Blogeintrag erfahren.

Tut uns leid, dass es wieder so viel Informationen auf einmal sind. Aber wir hatten in den letzten Tagen wenig Internet.
Wir hoffen euch geht es allen gut und ihr passt gut auf unsere liebste Heimatstadt auf!

Riesen Umarmungen an das andere Ende der Welt,
eure beiden Traveller

29Sept
2013

An eventful week

Hi Folks!
Ihr hört nun endlich wieder etwas Neues von uns!

 St. Pauls Rock: Take 2! (22.09)

Endlich Sonne, nicht so viel zu tun und Bock auf Berg, so gings eine Woche nach unserem ersten Anlauf hoch auf den St. Pauls Rock. Anfangs war uns noch wahnsinnig warm, doch je höher wir kamen und je weniger hohe Pflanzen wuchsen, desto windiger wurde es! Naja, die Sonne hat hier schon richtig Kraft und hat uns eine angenehme Temperatur beschert. Einmal halb um den Felsbrocken herum ging es steil hoch durch eine steinige, rutschige und nasse Felsspalte. Ein paar in den Felsen montierte Stahlketten halfen uns beim Aufstieg. Einmal oben, bot sich uns ein selten schöner 360°-Panoramaausblick über Whangaroa Harbour und das Umland. Da es die vorherige Nacht stark gewittert (zu allem Überfluss fiel dadurch 2 Stunden lang Strom und Wasser aus) und wie sonst was geregnet hat, legte sich ein brauner Teppich aus Sedimenten über die Bucht, die aus den Mangrovensümpfen ausgespült wurden. Eigentlich hatten wir uns ein paar schöne Fotos mit klarblauem Wasser erhofft. Trotzdem ergaben der braune Strom durch die Mitte der Bucht und die blau gebliebenen Nebenbuchten ein interessantes Motiv! Dazu noch ein sich ständig veränderndes Schattenspiel der Wolken und jegliche negativen Gedanken verschwanden.

                       Die Aussicht vom St. Pauls Rock Richtung Pazifik!Das besagte Farbenspiel Poller-Pose Steil? Neeeee...
  
Wieder an der Lodge angekommen, bot sich uns abends ein wunderschöner Sonnenuntergang, den wir auf einer Picknickbank und mit einer frisch gepflückten Grapefruit genossen.

Gleich am nächsten Tag (23.09) machten wir uns (Nachdem all unsere Aufgaben erledigt waren) daran, mal die pinken Seekayaks auszuprobieren. Keiner von uns beiden ist je vorher Kayak gefahren und so wackelten wir die ersten 5 Minuten erstmal vorsichtig und langsam übers Wasser. Nachdem wir uns ein bisschen dran gewöhnt hatten, drehten wir ein paar Runden in der Bucht.

                                                            first try

Die nächsten Tage waren eher verregnet und so kümmerten wir uns ein wenig um unsere nächten Übernachtungen und vor allem unseren nächsten Job. Hier und da wurden ein paar Couchsurf-Anfrangen verschickt und Lebensläufe an unsere potentiellen zukünftigen Arbeitgeber gesendet.

Donnerstag (26.09) war Wwoofer-wechsel-Tag. Gegen Mittag brachten wir Austin, unseren Ami-wwoofer nach Kerikeri, tranken in einer Bar noch ein Getränk und dann gings für ihn ab mit dem Bus nach Wellington. Wir verbrachten den restlichen Tag in Kerikeri, da es immerhin jedes mal 35km dorthin sind, da muss man das ausnutzen! Nachdem wir ein wenig durch ein paar Geschäfte geschlendert sind (Beute: CD-Rohlinge, damit Caldiuns in Zukunft immer gute Musik spielt; Saugnapfhaken für etwas, was ihr dann im nächsten Blogeintrag schon sehen werdet). Zeit für Kultur! Deshalb gings dann los zum Stone House und zum Kerikeri Mission House (Das älteste Stein- und das älteste Holzhaus Neuseelands). Naja, waren halt Häuser... Ab zurück in die Stadt zum Italiener Pizza essen! Auch wenn es untypisch ist, in Neuseeland zum Italiener zu gehn, war es superlecker! Nach unserem 3. Großeinkauf im Countdown Supermarkt sind wir noch ins Warehouse (Sieht aus wie ein Baumarkt, ist sortiert wie ein Baumarkt, gibt aber ALLES) gefahren, um noch 3 Dinge zu besorgen (was und wofür im nächsten Eintrag). Zurück in der Lodge wurden wir von den 2 neuen Wwoofern begrüßt (Natürlich auch aus Deutschland...)

                                                              Austin, we miss you.. Viel Spaß in Wellington!

Freitag (27.09) morgen erreichte uns die wundervolle Nachricht aus Braunschweig, dass wir nächstes Jahr zum 3. mal Onkel und Tante werden :) Sweet As, Bro!

Es war echt viel los in der Sunseeker Lodge. Im Gegensatz zu den Standardtagen, an denen die einzigen Gäste die Wwoofer selbst sind, waren 8 Gäste im Apartment, 4 im Holiday House, 2 im Dorm und 2 Camper. Soviel war hier noch nie los! Den Abend haben wir zusammen mit Melanie, den neuen Wwoofern Enrico und Juliane und den 2 Campern Pizza gebacken und ein bisschen Durak gespielt! Belegt wurde die Pizzen übrigens unter anderem mit einer Art Lobster (Hummer), den uns Lindsay's Kumpel, der auch schon den Snapper vorbei gebracht hatte, aufgetischt hat.

                                                                Unser Pizzabelag, frisch gefangen.

Day Off! (28.09)


Samstag hatten wir frei! Daher haben wir uns gedacht, fahren wir doch mal zur Bay of Islands und so machten wir uns früh morgens um 11... auf nach Paihia. Kurz vor Paihia selbst legten wir noch einen kurzen Stop an den Haruru Falls, einem 5 Meter hohen Wasserfall am Waitangi River, ein. Nachdem wir die paar wenigen Straßen Paihias einmal abgelaufen sind sahen wir einen Flyer: "Boat tour to hole in the rock, cape brett and cathedral cave! 4 Hours return". "4 Stunden ist aber n bisschen lang" dachten wir uns und gingen weiter. Dann fanden wir aber einen weiteren Flyer: "Bay of Islands' fastest boat to the hole in the rock. 1 1/2 Hour return". Und schwupps saßen wir, in Friesennerz und Regenhose + Sicherheitsweste verpackt, festgegurtet auf der "Mack Attack". 1200 Volvo-PS sollten uns mit 50 Knoten (92 km/h) durch die Bay of Islands zum hole in the rock und zurück bringen. In Paihia war das Wasser noch schön flach und ruhig, aber als dann der Pazifik seinen eigentlichen Charakter zum Vorschein brachte, flogen wir nur so von einem Wellenberg in den nächsten und das Wasser spritze dabei 5 Meter am Boot hoch. Wir wurden wahnsinnig durchgeschüttelt und die 4 Pausen, die der Kapitän zum fotografieren einlegte, waren immer eine willkommene Entspannung. Bis auf die vor dem hole in the rock: Ein Wellengang wie auf hoher See und das Boot stand quer zu den Wellen. Wir dachten fast, es ergeht uns wie Team Emirates New Zealand beim Americas Cup und wir würden fast umkippen. Respekt dem Kapitän! Er hat uns bei dem Wetter wirklich in die Cathedral Cave, eine große Felsspalte, gefahren. Alle dachten, wir prallen gleich an den Felsen, der nur wenige Meter von uns entfernt war und trotzdem kamen wir heile rein und heile (rückwärts übrigens) wieder raus. Nachdem wir danach durch das Loch im Felsen gefahren sind (wo das Wasser wirklich unecht hellblau aussah) ging es dann bei unglaublichem Gegen- und Fahrtwind, wobei uns fast die Sonnenbrillen von der Nase flogen, wieder an etlichen kleinen Inseln vorbei zurück zum Hafen. Wow, was ein Trip!

          Haruru-Falls Schnäppchen! 1928er Bentley Ratespiel! Was ist das? Damit? Damit! Damn it!

                                             Und schon saßen wir drin Da ging's rein: Cathedral Cave (Mitte) und da ging's durch: Hole in the rock Seit wann können Palmen fahren? Achtung, Stromleitung!

Zurück in der Lodge machten wir es uns eine halbe Stunde im Spa gemütlich und schauten den Sonnenuntergang an. Heute Nacht war dann angeblich Tsunami-Sirenen Testlauf, wovon wir allerdings nichts mitbekommen haben, weil wir anscheind so tief und fest geschlafen haben. UND: Umstellung auf Sommerzeit! Jetzt sind es 11 Stunden Zeitverschiebung nach Deutschland und wenn Ihr dann auf Winterzeit umstellt sind es 12.

Jetzt gibts Mittagessen, bis zum nächsten Blogeintrag!

E&L :-)

21Sept
2013

First week in Whangaroa

Hallo ihr Lieben!

Nun endlich wieder ein Blogeintrag nach knapp einer Woche! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, es gibt wieder so viel zu berichten.

Am Sonntag (15/09/13) wollten wir hier mal ein bisschen die Gegend erkunden und machten uns also auf zum St Pauls Rock. Das ist ein riesiger Steinhügel auf einem Berg, wovon man eine Aussicht auf ganz Whangaroa Harbour hat. Da ich noch etwas angeschlagen war von meiner Erkältung, sind wir also ganz gemächlich hoch spaziert. Erst eine gepflasterte Straße entlang, dann musste man über einen Zaun klettern, der dazu da war, um die Kiwis, die dort zu leben scheinen, zu schützen (man sieht aber wohl sehr selten einen, sogar Lindsay, dem die Sunseeker Lodge gehört, hat als Neuseeländer noch nie einen gesehen). Der Boden verwandelte sich in eine Mischung aus Gras und Matsch, weil es viel geregnet hatte die letzten Tage und es ging ziemlich steil bergauf. Naja, so konnten wir immerhin das Profil unserer Wanderschuhe testen: Elisabeth: "Meine Schuhe haben ein gutes Profil, ich rutsche gar nicht weg!" - Lukas: "Ja, meine au... *rutsch*...*stolper*...*schlidder*...". So gings dann also bis fast ganz nach oben. Wir sind nicht bis auf den Steinberg hoch, da das zu anstrengend war mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen, sondern blieben unterhalb des "Rocks" und hatten aber schon von da eine wahnsinnige Aussicht in alle Richtungen. Das war wirklich beeindruckend! Nachdem wir es eine Weile da oben gemütlich gemacht haben und ein paar Fotos geknipst haben, ging es den kleinen Pfad zwischen Kuhfladen und Bäumen wieder hinunter. Auf dem Rückweg zu unserer Lodge haben wir noch ein paar interessante Pflanzen gesehen, unter anderem auch eine Bananenstaude (vielleicht müssen wir doch nicht immer 30 km zum Supermarkt fahren...)!

St Pauls Rockam St Pauls RockBlick auf Whangaroa harbour

Am Tag darauf, Montag (16/09/13) begann unser erster Arbeitstag. Unsere Aufgaben waren "backpacker deep clean + exterior bathroom cleaning" und die weiße Wäsche zusammen packen, damit sie zur Reinigung gebracht werden konnte. Lukas hat freundlicherweise meinen Teil mitübernommen, da ich immer noch erkältet im Bett lag... Doch statt der anfänglich gedachten 4 Stunden Arbeit pro Tag, ist es schließlich immer nur höchstens eine Stunde und leichte Arbeit. Wir müssen ab und zu den Backpacker Raum sauber machen (saugen, Tisch abwischen, Küchenzeile wischen, ...), das Apartment oder das Holiday House nebenan sauber machen, fegen, Betten machen, Schubladen aussortieren, das Inventar der Häuser auflisten, Gartenarbeit, und so weiter. Es ist also im Vergleich zu anderen Arbeiten, die man in den Backpackerboards so findet echt entspannt und wir haben wirklich viel Freizeit. Melanie, die Managerin der Sunseeker Lodge, ist selbst Work&Travellerin und arbeitet und wohnt hier bis Ende November. Sie kommt oft bei uns vorbei und wir spielen Abends bei einem Glas Wein ein bisschen Karten.

Nun denn, nachdem wir schon ein paar Tage in der Sunseeker Lodge verbracht haben, gingen uns so langsam die Vorräte aus und es war Zeit einkaufen zu gehen. Also brachte uns unser Caldi nach Kerikeri, nachdem sein linkes Hinterrad erstmal aufgepumpt werden musste, da es etwas platt war. Da wir am Morgen unsere Steuernummer abgerufen haben, konnten wir endlich unser Bankkonto eröffnen. Wir haben uns für die BNZ entschieden und haben nun nach einem freundlichen Gespräch mit der Bankangestellten unser Konto und eine vorläufige Bankkarte. Die richtige wird uns demnächst noch mit der Post hier her geschickt. Mit unserem Account "SmartMoney" können wir bis zu 30 Transaktionen im Monat machen und zahlen dafür nichts. Ansonsten würde eine monatliche Gebühr von 5$ anfallen. Also Glück gehabt, und die 30 Transaktionen müssten uns ja reichen. Glücklich über unsere Bankkarte gings dann weiter in den Supermarkt, den geliebten Countdown. Für einen stolzen Preis brachten wir sieben Tüten Lebensmittel heim, die uns wohl erstmal für die nächste Zeit versorgen sollte. Wir achten zwar immer auf den Preis beim Einkaufen und nehmen immer die günstigsten Produkte oder die, die im Angebot sind, doch schockierend sind die Preise immernoch. Deshalb haben wir uns auch noch nicht getraut eine Paprika oder eine Gurke für 3$ zu kaufen. Trotzdem kochen wir uns immer leckere Sachen. Eben gab es einen leckeren Salat mit Möhrchen, Käse und selbstgebackenem Brot zum Mittagessen und gestern haben wir z.B. Kartoffelbrei und Fischstäbchen gemacht, mit einer Gemüsesuppe vorweg. Wir werden immer besser! Und nachdem wir jetzt erfahren haben, wie man selbst Bechamelsoße macht, werden wir uns heute Abend mal wieder ein leckeres Dinner kochen :) Naja, als wir dann jedenfalls unsere Einkaufstüten ausgeräumt hatten, saßen wir abends nocheinmal alle zusammen, Jan, Chris, Melanie, Austin und wir beide, spielten Karten und tranken das ein oder andere Glas Wein und Rum. Denn es war der letzte Abend von Jan und Chris (den ehemaligen Woofern hier), bevor sie weiterreisen.

                                                    The Crew! Lukas, Elisabeth, Austin, Melanie, Jan, Lindsay, Chris

Jetzt sind wir also nur noch zu 3.: Austin und wir. Und weil wir am Mittwoch, nachdem wir Jan und Chris verabschieden haben, einen freien Tag hatten fuhren wir zur Tauranga Bay und erkundeten das erste mal den neuseeländischen Strand! Es war zwar noch kalt und windig und man konnte noch längst nicht baden, aber der Spaziergang am Strand war herrlich. Der Tauranga Bay ist eine kleine Bucht, die links und rechts von Felsen umgeben ist. Wir gingen erst in die eine Richtung und fanden auf dem Weg dorthin in den Felsen eine schmale hohe Spalte und ein Stückchen weiter einen Gang in den Felsen, ins Dunkle hinein. Wir sind ein paar Meter hineingegangen, mussten dann aber schnell wieder raus, da die Flut kam und wir sonst in dem Felsloch eingesperrt wären, abgesehen davon war es gruselig einfach so ins Dunkle zu marschieren. :D Also krakselten wir an der Küste ein bisschen auf den Steinen herum und sahen in der nächsten Bucht sogar einen Felsbogen mit einem Loch darunter. Da konnten wir allerdings auch nicht hin, weil uns die Flut wieder den Weg abgesperrt hätte. Also kehrten wir um und gingen in die andere Richtung am Strand entlang und sahen einen Mann auf einem kleinen Motorboot, der gegen die Wellen kämpfte. Schließlich, nachdem wir die Meerluft, das Möwengeschrei und den Wind um uns genug genossen hatten, setzten wir uns wieder ins Auto und fuhren wieder heim, Abendessen machen. Nachdem es uns in unserer Unterkunft ein bisschen kalt wurde, denn es gibt nur jeweils einen Heizstrahler pro dorm und im Backpacker Raum gar keine, beschlossen wir ins Spa zu gehen. Der Whirlpool war sooo entspannend! Hochgeheizt auf 38 Grad und mit Blick auf Whangaroa harbour machten wirs uns bei Abenddämmerung und Musik gemütlich und nickten sogar vor lauter Entspannung kurz ein. Als es uns dann zu warm wurde, rollten wir uns nach einer Dusche in unser Bettchen und versuchten in der Nacht nicht herauszufallen oder uns am Holzrahmen zu stoßen, denn die Betten sind nämlich nicht mal einen Meter breit, was es ziemlich schwer macht, zusammen darin zu liegen.

New Zealand ♥ Tauranga Bay Luk wagt sich in die Felsspalte Mit Mütze und warmer Jacke am schönen Strand!Die Flut kommt

Gestern (20/09/13) haben wir einen Ausflug zur gegenüberliegenden Seite von Whangaroa harbour gemacht und sind einen Wanderweg, den Wairakau Stream Track, entlang gelaufen. Caldi haben wir, nachdem wir nochmal tanken waren, vor dem Weg geparkt (ja, man muss leider fast überall mit dem Auto hinfahren...) und dann hat es angefangen zu regnen. Na toll! Weil wir aber nicht umsonst dahin gefahren sein wollten und wir ja nicht aus Zucker sind, ging es dann mit Regenjacke, Wanderschühchen, Picknick im Rucksack und Kamera los. Ungefähr 20 Minuten nur Bergauf einen Schotterweg entlang. Der ganze Weg war sehr matschig und vom Regen etwas aufgeweicht. Plötzlich hörten wir ein einer Stelle Wasser plätschern, schauten uns um und sahen einen kleinen Bachlauf. Zack, Kamera gezückt! Wie blöd, dass wir leider die Speicherkarte im Hostel im Laptop stecken gelassen haben und die Speicherkarte der anderen Kamera im Auto liegt und es zu weit ist, wieder zurück zu laufen.  Enttäuscht davon, keine Fotos von unserer Wanderung machen zu können und umsonst die fette Kameratasche mit sich rumzuschleppen, ging es immer weiter bergauf... genervt oben angekommen besserte sich die Stimmung wieder, als der eigentliche Wanderweg anfing. Ein kleiner, höchstens ein Meter schmaler, Track, der sich durch den Wald schlängelt, auf und ab und gerade und schief! Das sah schon etwas spannender aus und Fotos kann man ja auch noch mit dem Handy machen, auch wenn die Qualität schlecht ist... Wir taperten also den kleinen Weg entlang, sahen und hörten interessante Vögel und entdeckten Bäche, Flüsse und kleine Tümpel. Aber im Gegensatz zu den Tümpeln aus unsere Gärten zu Hause war das Wasser unheimlich Blau! Es sah aus, als wäre da ein blauer Rauch drin und kam uns schon fast unnatürlich vor, wie das blaue Wasser so zwischen den grünen Bäumen leuchtet. Schließlich, nachdem das Wasser immer ein wenig neben uns her plätscherte, mussten wir den Fluss überqueren! Und das auf ein paar wackeligen Steinen im Wasser ohne Nass zu werden. Wie gut, dass unsere Schuhe wasserdicht waren, denn das ein oder andere mal ist man schon mal ins Wasser getreten :D heile an der anderen Seite angekommen blickten wir auf die Stelle, die wir üerquert hatten und es war eine Stelle im Fluss, wo sich viel Wasser an einer Felswand angesammelt hatte, das genauso schön blau war. Kurz durch ein bisschen Gras marschiert, mussten wir wieder auf die andere Seite des Flusses und stolperten wieder über die wackeligen Steine ans andere Ufer und liefen weiter. Es hatte aufgehört zu regnen und die Sonne kam langsam heraus. Wir liefen noch ein Stückchen weiter, rutschten fast im Matsch aus und zogen Jacke und Pulli aus, weil die Sonne schon so Kraft hatte und es war endlich mal T-Shirt Wetter :) Um uns herum waren Hügel und an einem lief in ungefähr hundert Meter Höhe ein Wasserfall herunter, klatschte auf einen darunterliegenden großen Stein und verflog dann durch den Wind wie Rauch nach unten. Wir machten dann eine kleines Päuschen, aßen unseren Proviant und machten uns wieder auf den Rückweg, damit wir nicht im dunkeln im Wald laufen müssen. Schade eigentlich, da vor uns Duke's Nose (Ein Berg so ähnlich wie der St Pauls Rock) lag und da auch das Meer ist. Und es war leider kein Rundweg. Dafür entdeckten wir auf dem Rückweg einen kleinen Wasserfall an dem Bach. Wir machten uns zurück zu Caldi, guckten auf dem Weg nochmal ob in den Fallen, die überall am Weg aufgestellt wurden, nun Tiere sind (es war eine Ratte und eine Art Frettchen drin, wozu wissen wir nicht) und fuhren zurück. Am Abend sind wir nochmal zum Hafen runtergelaufen und haben das wunderschöne Abendlicht genossen. Wir sind die Stege entlanggelaufen, wo die ganzen Boote und Yachten stehen und haben aufs Meer geschaut. :) 

       Wairakau Stream Track durch die Wildnis Schnell drunter durch, der Baum ist schwer! Der Weg auf die andere Seite des Flusses :P Blaues Wasser :) ein kleiner Wasserfall am Weg Unten am Wasser am Whangaroa harbour                  wir 2 :) Eli am Meer :)Die Abenddämmerung  schön hier! Nebel am Hafen von Whangaroa

Heute wollten wir eigentlich nochmal auf den St Pauls Rock, doch es regnet schon den ganzen Tag und ist bewölkt und nebelig... Also machen wir es uns lieber mit Tee und Cornflakes gemütlich und planen unsere Route weiter. Wir bleiben noch etwa 1 1/2 Wochen hier und machen uns dann langsam wieder Richtung Mitte der Nordinsel und versuchen dort einen bezahlten Job zu finden. Sind ein bisschen auf der Suche nach Fruitpicking oder sowas Au Pair mäßiges, mal sehen. Auf dem Weg dahin wollen wir aber noch ein paar Zwischenstopps einlegen und das Northland ein bisschen erkunden. Genaueres wissen wir selbst noch nicht, aber Ihr hört von uns, wir werden alles berichten!

Mehr Bilder findet Ihr übrigens in dem Dropbox Link rechts ->

Wir wünschen euch ein schönes Wochenende, fühlt euch gedrückt! 

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